Die Ansiedlung von Aldi und Rossmann bleibt in der Gemeinde ein Reizthema. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr kochten die Emotionen wieder hoch, als das Gremium über den Bauantrag zu beraten hatte.

Baubeginn im Frühjahr 2022

Bürgermeister Fritz Link sprach von jahrelangen Diskussionen um die Ansiedlung der beiden Märkte, die nun in einen Bauantrag mündeten. Nachdem die Planreife in den letzten Zügen stecke, könne nach dem Erteilen der Genehmigung mit dem Bau im Frühjahr 2022 begonnen werden. Da im nächsten Jahr außerdem die Bundesstraße B33 zwischen Mönchweiler und Peterzell saniert werde, werde der Verkehr auf die Landstraße L177 von Königsfeld nach Peterzell umgeleitet. Der Bau der Linksabbiegespur auf der L177 müsse deshalb genau getaktet werden.

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Laut Ortsbaumeister Gregor Schenk handelt es sich bei beiden Gebäuden um Standard-Grundrisse mit Lärmschutzwänden, Trägerwerkskonstruktionen und verschalten Fassadenaußenwänden in Holzoptik.

Es gibt eine Menge Auflagen

Dem Bauantrag liegt eine große Anzahl an Auflagen zugrunde. Beispielsweise müssen die Parkplätze wasserdurchlässig hergestellt und Material- und Farbauswahl für Dach und Fassade vor der Ausführung mit dem Ortsbauamt abgestimmt werden. Die am Bau beteiligten Handwerker müssen die Ruhezeiten einhalten und lärmintensive Tätigkeiten sowie Warenanlieferung und Betrieb des Kartonagen-Presscontainers sind von 22 Uhr bis 6 Uhr verboten.

Märkte sollen sichtbar sein

Die Räte Thomas Fiehn und Beate Meier bemängelten, entlang der L177 sollten nicht nur zwei Sträucher gepflanzt werden, sondern mehr Grün. Das schütze vor Lärm. Es sei, verteidigte der Bürgermeister, eine durchgehende Begrünung auf der Böschung vorgesehen. Bäume dürften wegen der Sichtverhältnisse nicht gepflanzt werden und die Märkte sollten sichtbar bleiben.

„Pressspan und billigste Variante“

Axel Maier unterstellte, mit der gewählten Fassade in Holzoptik werde Pressspan und die billigste Variante verwendet. Matthias Weisser widersprach. Holzoptik sei lange haltbar, weniger unterhaltungsaufwendig und beileibe kein billiges Material. Als Maier schließlich sich nach der Entsorgung erkundigte, reagierte der Bürgermeister gereizt: „Jetzt bauen wir erst einmal, bevor wir schon über die Entsorgung reden. Die gewählte Fassade ist städtebaulich eine gelungene Sache“.

Autohaus wird erweitert

Den Bauantrag billigte der Ausschuss ebenso einstimmig wie den des Autohauses Helmut Müller in der Danziger Straße. Letzterer sieht die Erweiterung der bestehenden Werkstatt und eines Lagerraums vor. Nach Ansicht des Ortsbauamts passt sich das Vorhaben dem Dachbestand an und wird nur geringfügig höher. Im östlichen Bereich ist die Eintragung einer Abstandsflächen-Baulast erforderlich.