Die angehende Jugend- und Heimerzieherin Violetta Mroncz weilt derzeit im Schul- und Kindergartenkomplex in Nadrybie, kurz vor der ukrainischen Grenze im Osten Polens. Sie hat Verwandte in Polen und hatte sich schon als Kind vorgenommen, irgendwann für ein Jahr dort zu leben. „Durch das Erasmus-Projekt konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: in Polen leben und meine Ausbildung beenden“, freut sie sich. Violetta hat abwechselnd in drei Gruppen gearbeitet, bis die Corona-Einschränkungen das nicht mehr erlaubt haben. Seit den Pandemie-Einschränkungen wurde sie der ersten Klasse der Grundschule zugeteilt, wo sie zwei behinderte Mädchen in ihrem Schulalltag unterstützt.

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Auch Victoria Schlegel arbeitet in der ersten Klasse einer Grundschule. Sie ist noch bis Ende Februar für insgesamt ein halbes Jahr an der Deutschen Schule in Bukarest, die nach dem baden-württembergischen Bildungsplan unterrichtet. „Ich war besonders für die Vermittlung und Erklärung deutscher Traditionen und Werte verantwortlich.“ Seit Ende Oktober gibt es keinen Präsenzunterricht mehr. Victoria unterrichtet im wöchentlichen Wechsel jeweils die Hälfte der Klasse vorwiegend Deutsch, Mathematik und Sachkunde. „Rumänien war für mich ein völlig neues Land, von dem ich recht wenig wusste. Es hat mich gereizt, dies zu ändern.“ Vorkenntnisse in Rumänisch hatte sie nicht, sich aber per App schnell die wichtigsten Wörter beigebracht.

Sabeth Mühleisen wollte wegen der guten Pädagogik in ein skandinavisches Land, weshalb sie an den Kindergarten der Deutschen Schule in Helsinki ging.
Sabeth Mühleisen wollte wegen der guten Pädagogik in ein skandinavisches Land, weshalb sie an den Kindergarten der Deutschen Schule in Helsinki ging. | Bild: privat

Finnisch erschließt sich einem deutschen Muttersprachler nicht so leicht, weshalb Sabeth Mühleisen zunächst einen Sprachkurs belegt hat, als sie nach Helsinki ging. Dort arbeite sich am Kindergarten der Deutschen Schule. „Dass ich nach Finnland gegangen bin, war eher Zufall“, sagt sie. „Ich wollte aufgrund der guten Pädagogik in ein nordisches Land.“ Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch im Alltag konnten die Erasmus-Praktikantinnen ihren Horizont erweitern. Sabeth beobachtete beispielsweise in Finnland, dass die Menschen dort sehr höflich sind.

Wer sich für eine Ausbildung zum Erzieher oder Jugend- und Heimerzieher interessiert, kann die virtuelle Infoveranstaltung der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen besuchen. Am 20. März um 12 Uhr gibt es alle Informationen im Internet unter www.zinzendorfschulen.de/info-events/fachschulen-fuer-sozialpaedagogik-sozialwesen