Nur ein Jahr nach dem Aufstellungsbeschluss haben die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet „Winterberg-West“ im Ortsteil Burgberg am Freitag begonnen. Beim symbolischen Baggerbiss und Spatenstich sprach Bürgermeister Fritz Link vor Vertretern des Ortschaftsrates, Verwaltung, Planern und Baufirma von einem für den Ortsteil historischen Tag. Da in den Vorjahren die Gespräche für den Grunderwerb für das circa 1,7 Hektar große Gebiet zäh und langwierig gewesen seien, danke er insbesondere den Grundstückseigentümern für die Bereitschaft, zu verkaufen. Dadurch könne die Entwicklung des Ortsteils für die Zukunft gelingen.

Die Gemeinde strebe in allen Ortsteilen Zuzug und Wachstum an, um die Grundschulen zu stärken. „Mit dem Spatenstich wird der Startschuss für die Erschließung gegeben, die rund fünf Monate dauern wird. Erste Häuser können dann im Frühjahr 2021 gebaut werden“, stellte der Bürgermeister in Aussicht. Es werde auf eine ökologische Erschließung Wert gelegt. Der 380 Meter lange Schmutzwasserkanal werde an den bestehenden Mischwasserkanal angeschlossen, das Oberflächenwasser unterirdisch in Rigolen gesammelt und verzögert dem Hörnlebach zugeleitet, schilderte Link. Rudolf Hage vom Erschließungsträger LBBW Immobilien Kommunalentwicklung Stuttgart bewertete den Spatenstich als erfreuliches Ereignis, da mit ihm eine lange Zeit der Vorbereitung zu Ende gehe.

Bei Winterberg-West handle es sich um ein kleines, aber sehr schönes Baugebiet mit herrlichem Blick über den Ort. Topografisch stelle die 1,6 Millionen Euro teure Erschließung eine Herausforderung dar. Es entstünden 19 Bauplätze mit Größen von 450 bis 600 Quadratmeter. Den Verkaufspreis müsse der Gemeinderat erst noch festlegen, da die Kosten für die Verlegung der 20 KV Stromleitung unter die Erde noch nicht ermittelt seien, informierte Hage. Ortsvorsteher Tomas Lemcke dankte seinem verstorbenen Vorgänger Frank Schwarzwälder, der dieses Ziel angestoßen habe. „Ohne dessen langjähriges Engagement würden wir heute nicht hier stehen. „Ich widme den Spatenstich deshalb ihm“, betonte Lemcke.