Endlich ist es soweit: Nachdem im März wegen der Corona-Pandemie die letzte Schau unterbrochen und zwei im Nachhinein geplanten Ausstellungen abgesagt werden mussten, öffnet der Kunstraum nun wieder seine Türen. Ab dem morgigen Sonntag werden in einer facettenreichen Kunstschau Werke des Königsfelder Künstlers Otto Leiber gezeigt.

Freundschaft mit Schweitzer

Otto Leiber kam vor genau 100 Jahren nach Königsfeld und sorgte mit seiner Frau zusammen für ein reges Kunstleben in der Schwarzwaldgemeinde der 1920-er Jahre. Sein Werk umfasst Gemälde, Grafiken, Plastiken aus den verschiedensten Materialien und bildhauerische Arbeiten. Bekannt sind unter anderem seine Büsten von Albert Schweitzer, der in Königsfeld in seiner Nähe ein Haus bauen ließ und mit dem ihn eine tiefe Freundschaft verband.

Über zwei Jahre Arbeit

In die Vorbereitungen zu der Ausstellung haben die Macher mehr als zwei Jahre Arbeit gesteckt. Zahlreiche Leihgeber aus der Region, aber auch aus Flensburg oder Heidelberg, haben mit ihren Arbeiten zu dieser Ausstellung beigetragen. Manche Leihgeber, deren Kinder kein Interesse mehr an den Bildern haben, sind bereit, einzelne Arbeiten zu verkaufen.

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Wegen der Hygieneanforderungen entfällt die bisher übliche Vernissage zur Eröffnung. Damit sich die Besucherzahlen aber über einen längeren Zeitraum verteilen, öffnet der Kunstverein immer sonntags von 14 bis 18 Uhr und bittet darum, dass die Besucher nicht alle zu Beginn kommen, sondern sich über den Nachmittag verteilen. Es dürfen maximal 20 Personen eingelassen werden.

Einmal abstempeln bitte

Auch Gruppenführungen werden vom Verein zu individuell gewünschten Zeiten unter der Woche ermöglicht. Um die Anwesenheit der Besucher nachzuweisen, hatte das Vorstandsteam des Kunstvereins eine besondere Idee: Wie damals in den Fabriken stempelt jeder Besucher zu Beginn und am Ende seine Kontaktdatenkarte an einer alten Stempeluhr ab.

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