Bestimmt wollten in der Karwoche viele Königsfelder die bunte Auswahl der Läden im Ortskern bewundern, um ihre Ostergeschenke beim frühlingshaften Bummeln auszuwählen. Das geht zur Zeit nicht. Doch die gute Nachricht: Es kann trotzdem geschenkt und dabei die geschlossenen Läden unterstützt werden. Und zwar in Form von Gutscheinen. Der Kunstverein Königsfeld hat die Aktion „Einkaufskultur in Königsfeld“ gestartet, um den Einzelhandel in der schwierigen Zeit zu unterstützen.

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Jetzt zahlen, später einlösen

„Zahl jetzt – kauf später“ – unter diesem Motto steht die Aktion, die der Kunstverein Königsfeld ins Leben gerufen hat. Bezahlt werden kann für alles: Sei es ein Kaffee mit Kuchen, das Restaurantessen, Bücher, ein Paar Schuhe, eine neue Frisur, Gardinen, Schmuck, ein Kleidungsstück oder ein Fahrrad – der Kunde bezahlt im Voraus für das, was er wahrscheinlich ohnehin demnächst in Königsfeld bezahlen möchte.

So läuft die Aktion ab

Manfred Molicki, Vorsitzender des Kunstvereins Königsfeld erklärt, wie das funktioniert: Man überweist eine Summe an den Kunstverein mit Angabe des Geschäftes, das unterstützt werden soll. Die Summe wird sofort zu hundert Prozent auf das Konto des gewünschten Geschäfts überwiesen. Der Unterstützer bekommt dafür einen Gutschein, den er nach der Wiedereröffnung innerhalb von sechs Monaten selbst einlösen kann. „Als gemeinnützig anerkannter, vom Finanzamt überwachter Verein garantieren wir, dass das eingezahlte Geld direkt und vollständig an die Läden geht“, fügt Molicki hinzu.

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Einkaufskultur wahren

Weil sie auch ein Kulturverein sind, finden sie sich für die Einkaufskultur Königsfelds in der Krisenzeit nicht weniger verantwortlich als für Kunst. So entstand bei ihren Online-Sitzungen das Projekt „Einkaufskultur“. Warum es für sie selbstverständlich ist? „In den Kunstraum kommen jährlich bis zu 6000 Besucher aus der größeren Region und ihre Reaktion zu Königsfeld ist jedes Mal das Gleiche: Sie sind erstaunt über die schönen und individuellen Läden und halten es für etwas ganz Besonderes“, so Molicki. Es sei ein Stück Geschichte, was der Kunstverein dadurch bewahren möchte: Die Herrnhuter hätten ihre Handwerker bei ihrer Ansiedlung herangezogen und Vieles ist aus dieser Zeit bis heute noch wohlerhalten geblieben, fügt Molicki hinzu.

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Ausstellungen werden verschoben

Die aktuelle Ausstellung „Cut out – Zwischenräume“ von Miriam Huschenbeth musste wegen der Corona-Krise unterbrochen werden, geht aber auf der Webseite des Vereins online weiter.

Am 1. März war der Andrang groß- bei der Eröffnung der Ausstellung „Cut out – Zwischenräume“ im Königsfelder Kunstraum.
Am 1. März war der Andrang groß- bei der Eröffnung der Ausstellung „Cut out – Zwischenräume“ im Königsfelder Kunstraum. | Bild: Eszter Bodo

Die im April und Juni geplanten Ausstellungen wurden auf nächstes Jahr verschoben. Der Kunstverein hofft, im September die Ausstellung „100 Jahre Otto Leiber in Königsfeld“ und die im November anstehende Jahresausstellung der Künstler des Vereins durchführen zu können. Dass Kunst gerade in solchen Zeiten wichtig ist, bezweifelt Molicki keinesfalls: „Kunst führt aus dem Alltag heraus, hilft dabei anders, neu zu denken.“

Infos zu der Aktion

Infos zu der Aktion „Einkaufskultur in Königsfeld“ gibt es auf der Website www.kunstkultur-koenigsfeld.de oder per Mail unter der Mailadresse info@kunstkultur-koenigsfeld.de.

Das „Kunstkultur-Gutscheinkonto“ ist folgendes:
Sparkasse Schwarzwald-Baar
DE26 6945 0065 0151 0326 21
Zweck: Name des Absenders + Gutschein + „Angabe des Geschäfts“

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