Seine Bewährungsprobe hat der neu angelegte Disc-Golf-Park mit neun Bahnen auf dem Gelände des Natursportparks bereits hinter sich. Von Nutzern aus ganz Deutschland und der Schweiz hat die Gemeinde nur positive Rückmeldungen über verschiedene Internetforen erhalten. Ursprünglich war geplant, das neue Freizeitangebot im April seiner Bestimmung zu übergeben. Coronabedingt wurde dies verschoben und jetzt im Anschluss an die Jugendbeiratssitzung im Haus des Gastes nachgeholt.

Neue Sport-Attraktion

Wie Bürgermeister Fritz Link vor rund 20 Gästen, darunter Mitglieder des Gemeinde- und Jugendbeirats sowie kirchliche Vertreter, betonte, komme zum breit gefächerten Freizeitangebot im Natursportpark eine weitere Attraktion hinzu. Joachim Klingner habe die aus den USA stammende und nach Europa übergeschwappte Sportart in Neuseeland kennengelernt und im Jugendbeirat vorgestellt. Dies sei sofort auf großes Interesse gestoßen. Königsfeld sei nicht nur ein Kur- und Kulturort. Auch viele Familien mit Kindern und junge Menschen aus allen Ortsteilen und benachbarten Kommunen ziehe es hierher, um weiterführende Schulen zu besuchen und das Freizeitangebot zu nutzen.

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In den Natursportpark sei in den vergangenen Jahren viel investiert worden. „Wir leben von neuen Trends und sind offen bei der Entwicklung neuer Angebote“, hob der Bürgermeister die Idee Klingners hervor. Dessen Projekt sei in den Gremien beraten und zur Baureife geführt worden. Es werde nicht nur das Gelände des Natursportparks mit vier Bahnen genutzt, sondern auch der angrenzende Wald, in dem sich weitere fünf Bahnen befinden.

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Die Einbeziehung des Forsts stelle den besonderen Reiz der Discgolf-Anlage dar. Revierförster Peter Gapp habe bei der Auswahl der Bahnen darauf geachtet, dass Rückegassen genutzt werden und keine Bäume gefällt werden mussten. Die Abschlagspunkte seien zur besseren Standfestigkeit mit Kunstrasen ausgestaltet worden. Die Anlage habe 14 500 Euro gekostet, wodurch nahezu eine Punktlandung erzielt worden sei. Folgekosten entstünden durch die Grünpflege der Bahnen. „Der Disc-Golf-Park ist nach Vitalparcours, Jugendtreff und Downhill-Parcours bereits das vierte Projekt, das durch den Jugendbeirat angestoßen worden ist“, bekräftigte Link.

Vorder- oder Rückhand

Trotz fortschreitender Dämmerung erläuterte Initiator Joachim Klingner den Besuchern verschiedene Wurftechniken und gab eine Kostprobe seines Könnens. Wie beim Tennis und Tischtennis können die Würfe mit der Vor- oder der Rückhand ausgeführt werden. „Wenn die Scheibe an Geschwindigkeit verliert, fliegt sie eine kleine Kurve und fällt dann auf das Gras“, schilderte Klingner. Eine wichtige Regel beim Disc-Golf laute, dass in einer Gruppe alle nacheinander werfen und erst dann an die Stelle treten, an der ihre Scheibe liegengeblieben sei. Die erste Bahn werde sozusagen zum Einwerfen genutzt, sagte Klingner.

Bürgermeister Fritz Link (rechts) überreicht Joachim Klingner bei der Eröffnung des Disc-Golf-Parks ein Geschenk für dessen Idee.
Bürgermeister Fritz Link (rechts) überreicht Joachim Klingner bei der Eröffnung des Disc-Golf-Parks ein Geschenk für dessen Idee.

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