Wo wird die Gemeinde im kommenden Jahr investieren? Mit dieser Frage hat sich nun der Ortsteilausschuss Königsfeld bei der Voranmeldung von Maßnahmen im Kernort für den Haushalt 2021 beschäftigt. Dabei kristallisierten sich einige Bereiche heraus, die hohe Priorität haben. Andere Wünsche wurden hingegen zunächst beiseite gelegt.

Dachsanierung ist „wirklich dringend“

Zu den größten Projekten gehört der weitere Ausbau des Breitbandnetzes mit rund 700 000 Euro. Nachdem es keine Förderung dafür gab, wurde der Ausbau im Kernort zurückgestellt und das Glasbachtal priorisiert, sagte Bürgermeister Fritz Link. In 2021 soll nun der Kernort an der Reihe sein. Hohe Priorität erhielt ebenfalls die Sanierung des Daches der Kindertagesstätte Arche. „Wirklich dringend“, kommentierte Bürgermeister Link die Maßnahme. Denn es trete Feuchtigkeit ein und ein Raum sei deswegen derzeit geschlossen. Eine grundlegende Sanierung sei notwendig, „sonst doktern wir nur an den Symptomen herum“. In der Grundschule Königsfeld müsse der gestiegenen Schülerzahl Rechnung getragen und 20 neue Tische sowie 40 Stühle angeschafft werden. „Da sind wir in der Pflicht.“ Verzichten muss die Schule hingegen auf den Ersatz der zweiten Tischtennisplatte. Diese sei am derzeitigen Standort zwar öffentlich, aber schwer zugänglich, so Bürgermeister Link. Auf Vorschlag der Bürgerschaft soll stattdessen der Natursportpark mit einer Tischtennisplatte ergänzt werden.

Zerstörungswut am Wetterhäuschen

Vor Kopfschütteln sorgte im Ausschuss, dass erneut in das Wetterhäuschen am Natursportpark investiert werden muss. Dort wurde erneut die Dachrinne heruntergebogen und Schindeln herausgeschlagen. „Ich verstehe nicht, warum man öffentliches Eigentum so malträtieren muss“, sagte Fritz Link. Noch dazu, weil der Unterstand ein Wunsch aus der Jugend war. Aber: „Es ist eine beliebte Begegnungsstätte und da gehört Wetterschutz dazu.“ Unvermeidlich ist laut Fritz Link auch die Ausbesserung des Gehwegpflasters auf Höhe Mönchweilerstraße 4. Dort bestehe akute Sturzgefahr. Saniert werden soll außerdem der Belag der Parkstraße, an der derzeit das neue Pflegehaus entsteht. Die Maßnahme soll aber erst erledigt werden, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, so Link. 2021 stehe zudem die Umsetzung des Nahverkehrsplans in der Gemeinde an. Dazu müssen eine Bushaltestelle in jedem Ortsteil barrierefrei gestaltet werden. Der Busbahnhof im Kernort soll zum Knotenpunkt ausgebaut werden. Eine Kostenschätzung hat Fritz Link für den Herbst angekündigt.

Veränderungen bei der Villa Weiss

Auf Veränderungen müssen sich die Mieter in der Villa Weiss, Veilstraße 2, einstellen. Das Gebäude gehört der Gemeinde und müsste saniert werden, so Link. Die Kosten dafür liegen – allein für die Fassade – bei über 200 000 Euro. Allerdings beschäftige sich die Gemeinde ohnehin mit dem „Abstoßen von überflüssigem Gebäudebestand“. Es sei nicht Aufgabe der Gemeinde, Wohnraum vorzuhalten. Für 2021 werde deshalb geprüft, welchen Verkehrswert das Gebäude hat und ob es Abnehmer auf dem Markt dafür gibt. Dann könne eine Grundsatzentscheidung über den Verkauf getroffen werden.

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