Königsfeld – Die ganz eingefleischten Fans, die Jahr für Jahr das Burgspektakel auf der Ruine Waldau besuchen, kann man mit ein paar Regentropfen schon lange nicht mehr aus der Fassung bringen. Und für die Neulinge unter den Besuchern, die am Freitagabend Hannah Ziegler und Band sehen und hören wollten, machten gerade die kaum wahrnehmbaren Tröpfchen den Reiz des Open Air Festivals aus.

Erst wenn es ringsherum donnert und sich ein Gewitter ankündigt, wird die Burgruine schnellstens geräumt und man zieht um in die Waldau-Schänke. Manchmal wird auch schon vor 18 Uhr beschlossen, ins Haus des Gastes auszuweichen. Das kann man am Veranstaltungstag ab 18 Uhr über das unter Telefon 0173/6586887 geschaltete Wettertelefon erfahren.

Glücklicherweise sei ein solcher Umzug in diesem Jahr noch nicht notwendig gewesen, sagt Uschi Biebinger, die Vorsitzende des Burgspektakelvereins. Lediglich einmal sei man aus Sicherheitsgründen in die Tenne der Waldau-Schänke umgezogen. So konnten am Freitagabend die Gäste die gute Akustik und die besondere Atmosphäre auf der Burgruine genießen. Genießen konnten sie auch die von den zwei tollen Stimmen von Hannah Ziegler und Florin Fleig getragene Musik der Band. Eine geniale Mischung aus Stimmen, Bläsern, Melodie und Rhythmus bereitete dem Publikum einmal mehr einen tollen Abend. Zwar waren die Reihen nicht ganz gefüllt, aber sie sei trotzdem zufrieden angesichts des unsicheren Wetters, meinte Uschi Biebinger.

In der kommenden Woche stehen weitere Musikacts an. Zum Ferienstart am kommenden Mittwoch gibt es einen musikalischen Mix mit der Kultgruppe "Bluesquamperfect". Blues, Soul, Rhythm und Horns-Live-Musik zum hören, sehen und abtanzen ist angesagt. Und auch am Donnerstag gibt es Musik für die Seele, wenn die Villinger Band "Eat the Beat" die Burgruine zum Beben bringt. Und wer aus früheren Zeiten die "Falschen Fuffies" kennt, der wird sich den Samstagabend freihalten für diesen "begnadeten Klangkörper", wie sich die Musiker gerne selbst bezeichnen. Zuvor wird allerdings noch am 24. Juli der "Räuber Hotzenplotz" auf der Bühne zu sehen sein. Wer Ephraim Kishons heiteres Trauerspiel "Es war die Lerche" noch nicht gesehen hat, der sollte sich diese Gemeinschaftsproduktion von Burgspektakel und Villinger Rollmopsteather am 27. und 29. Juli nicht entgehen lassen.