Es gibt eine Frage, die seit Urzeiten für Unfrieden zwischen Müttern und ihren Kindern am heimischen Esstisch sorgt: "Muss ich den Salat wirklich essen?" Bei näherer Überlegung haben die Kinder durchaus einen Punkt. Blattsalat besteht zu 95 Prozent aus Wasser, liefert unterdurchschnittlich wenige Vitamine und schmeckt ohne ein würziges Dressing ausgesprochen fade. Mancher vergleicht ihn von diesen Eigenschaften ausgehend gar mit einem nassen Papiertaschentuch.

Weil aber der Verzicht auf einen guten Salat ein Rückschritt in der ohnehin schon chronisch gefährdeten Kultur des guten Essens wäre und Kinder sich schon aus moralischen Gründen nicht allein von Fischstäbchen, Pfannkuchen und Spaghetti ernähren können, muss eine pragmatische Lösung her. Und die findet sich nicht im Supermarkt, sondern auf der grünen Wiese.

Diesen Samstag, 14. Juli, bietet Susanne Haffa wieder einen Wildpflanzen und Kräuter-Spaziergang in Königsfeld an. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Rezeption der Albert-Schweitzer-Klinik. Susanne Haffa zeigt allen Interessierten, welche Gewächse am Wegesrand bedenkenlos essbar sind. Dort wächst zum Beispiel der Spitzwegerich, dessen Blätte etwas nach Pilzen schmecken und der für Suppen oder Salate verwendet werden kann. Auch Brunnenkresse oder Gundermann kann man auf diese Weise nutzen. Sogar die oberen Blätter der Brennnessel können für den Salat gepflückt werden. So kommt dann doch noch etwas Nervenkitzel in die Salatschüssel. Wer beim Kräuter-Spaziergang mitlaufen möchte, kann sich bei Susanne Haffa unter 0 77 25/9 17 58 51 anmelden. Die Teilnahme kostet 15 Euro, Kinder zahlen 5 Euro.