Königsfeld-Neuhausen – Der Feuerwehr in Neuhausen fehlt es an einem Mannschaftstransporter (MTW). Über diese nicht tragbare Situation machte Abteilungsleiter Paul Heine auf der Jahreshauptversammlung seinem Ärger Luft. Wegen der neuen Ausrückeordnung seien mehr als die Hälfte der Einsätze in Königsfeld. Nachrückende Kräfte der Wehr müssten das private Auto nehmen. Dies blockiere dann nicht nur die Zufahrten zur Einsatzstelle, die Mannschaften werden auch so nicht erfasst und könnten nicht koordiniert werden.

Außerdem könne es vorkommen, dass Einsatzkräfte den Einsatzort nicht genau kennen würden und unter Stressbelastung unnötig in der Gegend herumfahren. „Es wird Zeit, dass der versprochene MTW trotz der Löschfahrzeugbeschaffungen für Weiler und Buchenberg endlich realisiert wird“, so der Abteilungskommandant. Bei den letzten Einsätzen seien jeweils fünfzehn Einsatzkräfte vor Ort gewesen.

Der angestrebte MTW brauche dabei keine besondere Ausstattung zu haben. „Acht bis neun Sitze, einen Tisch, Funkgerät sowie Signalanlage, das reicht.“ Selbst ein Hochdach würde entfallen, da das Fahrzeug sonst nicht in die Garage passen würde. Selbst die Jugendfeuerwehr hätte erschwerte Verhältnisse ohne MTW. Der Gemeinde selbst ist das Problem wohl bekannt, doch die wolle wohl zunächst ihr angestrebtes Feuerwehrkonzept für die anderen Ortsteile realisieren. „Es wird Zeit, dass Neuhausen auch mal an erster Stelle kommt.“

Ein weiteres Ärgernis wären zudem die Öleinsätze. Im letzten Jahr gab es vier Einsätze mit ausgelaufenem Öl von insgesamt sechs Kilometer Länge. Paul Heine stellte klar, dass die Feuerwehr Neuhausen nicht mit der nötigen Ausrüstung ausgestattet sei. Ein Ölbindemittel würde hier so gut wie gar nichts nützen. Für diesen Einsatz müssten professionelle Maschinen und Geräte verwendet werden. Paul Heine: „Es kann schließlich nicht angehen, dass die Kameraden stundenlang mit dem Besen die Straße fegen.“

Richtig wäre es, wenn die Gemeinde dafür eine externe Firma, die sich auf solche Verunreinigungen spezialisiert hat, anstellen würde. Da Bürgermeister Fritz Link sich für den Abend entschuldigt hatte, wolle der Abteilungskommandant auf jeden Fall noch einmal persönlich bei ihm vorsprechen.

Jugendfeuerwehrleiter Wolfgang Ohnmacht bat jeden Feuerwehrmann, sich auch in der eigenen Familie nach Feuerwehr-Nachwuchs umzusehen. „Die Zukunft liegt bei der Jugend“, so Wolfgang Ohnmacht. Besonders freute er sich über den Einsatz von Feuerwehrfrau Svenja Walter, die das Jugendleiterteam wertvoll unterstütze. Neben 16 Übungsabenden waren die 14 Jugendlichen bei 28 Veranstaltungen dabei.

Auch die Altersmannschaft blickt auf Aktivitäten zurück. Alfons Hildebrand informierte hier über Ausflüge und Feste.

Bei den Wahlen wurde Kassierer Christoph Gabel für fünf Jahre im Amt bestätigt. Timon Kammerer übernimmt das Amt des Schriftführers von Bernhard Kaiser. Tobias Ohnmacht wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert und Rolf Seckinger für 40 Jahre aktive Feuerwehrzugehörigkeit geehrt.

Jahresbilanz

Schriftführer Bernhard Kaiser berichtete von insgesamt 15 Einsätzen der Feuerwehrabteilung Neuhausen im vergangenen Jahr. Unter anderem gab es neben Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen, Wasser in Gebäuden abzupumpen, Türen zu öffnen oder Fahrzeugbrände zu löschen. 16 Proben gab es für die 35 Aktiven. Der Probenbesuch lag im vergangenen Jahr bei 56,5 Prozent. (kst)