Rosa- und lilafarbene Haare, viel Kunstsstoff, Werbungsfeeling, Unpersönlichkeit, expressive Farbigkeit. Dies sind unter anderem die Wahrzeichen der Kunstrichtung Pop-Art, welche in den 50ern entstand und seitdem immer beliebter wird. Dabei wird Alltägliches der Populärkultur aus dem bekannten Umfeld isoliert und plakativ und in poppigen Farben verfremdet dargestellt.

#nomasks (keine Masken) ist der Titel der kommenden Ausstellung von Danielle Zimmermann, zu der der Verein Kunstkultur Königsfeld am Sonntag, 9. September, um 11.30 Uhr in den Kunstraum einlädt. Dirk Lenz vom Institut für Philosophie der Universität Stuttgart wird in die Ausstellung einführen und die Künstlerin wird ihre Performance "Blöde Autokorrektur" aufführen.

Anlässlich der Ausstellung wird es weitere interessante Begleitprogramme geben, darunter eine zweite Performance und eine Führung von Zimmermann sowie einen Vortrag über künstlerische Strategien und einen Film zum Thema Pop-Art. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Masken, Fassaden, die Ambivalenz von Schein und Sein – in diesem Spannungsfeld bewegen sich die Arbeiten der Stuttgarter Künstlerin.

In ihrer #nomasks genannten Ausstellung zeigt sie Frauen, die eben gerade Masken tragen; Menschen, die in ihrer Inszenierung reine Kunstobjekte sind und nicht mehr echte Wirklichkeit spiegeln.

Manfred Molicki, Vorsitzender des Vereins Kunstkultur Königsfeld, erzählt, dass das Kennenlernen der Künstlerin ein reiner Zufall war, denn das Team habe sich auf den Spuren der Königsfelder Künstlerin Erdmut Bramke befunden, die vor Jahrzehnten als erste deren Stuttgarter Atelier bezogen hatte. Bei diesem Atelierbesuch habe das Kunstkultur-Team die Künstlerin Danielle Zimmermann getroffen. Man sei von ihren Arbeiten so begeistert gewesen, dass man spontan beschlossen habe, alles zu tun, um die Künstlerin für eine Ausstellung in Königsfeld zu gewinnen.
Schließlich sei der gesamte Alltag, erklärt Molicki, geprägt von der Pop-Art: Überall in der Werbung, im Design, in Comics, in der Mode, in Verpackungen und in Drucksachen finden sich Elemente der Pop-Art. Darum freue sich das Vereinsteam, mit dieser Ausstellung den Blick auf diese noch relativ neue Kunstform lenken zu können.

Pop-Art gehöre zum Lifestyle der Jugendlichen, darum hoffe das Kunstkultur-Team, zahlreiche Jugendliche ansprechen zu können. Der Verein möchte mit jeder Ausstellung zur kritischen Reflexion, zum Nachdenken und Vordenken anregen. Kaum eine Kunstrichtung provoziere aber mehr zur kritischen Auseinandersetzung als die Pop-Art, fügt Molicki hinzu.