Schöne Rocktitel und Balladen von Musikgrößen wie CCR, den Stones, Pink Floyd und den Bee Gees hören, gut essen und trinken und obendrein etwas Gutes für kranke Kinder tun: Rund 80 Besucher waren der Einladung der Wirtsleute Fritz und Elke Beck von der Waldauschänke zu einem Benefizkonzert mit "Deyda & Gil" am Freitagabend gefolgt.

Wie Gitarrist Axel Deyda nach dem ersten musikalischen Beitrag versicherte, bekomme an diesem Abend niemand Geld. Die Musiker nicht, das Bedienpersonal nicht und auch nicht das Gastronomen-Ehepaar Beck. Das müsse sogar von dem Spendengeld, das heute bei diesem Konzert zusammen komme, Steuern ans Finanzamt zahlen.

Das Duo "Deyda (links) und Gil" spielen in der Waldau-Schänke Hits der 70-er und 80-er Jahre für einen humanitären Zweck.
Das Duo "Deyda (links) und Gil" spielen in der Waldau-Schänke Hits der 70-er und 80-er Jahre für einen humanitären Zweck. | Bild: Lothar Herzog

Heutzutage werde gleich gejammert, wenn nicht alles wie gewünscht laufe. Sie spielten an diesem Abend für Menschen, denen es wirklich schlecht gehe. Sie hätten so viele Lieder im Gepäck, dass sie 14 Tage am Stück unterhalten könnten, schmunzelte das frühere Bandmitglied der Mammuts. Nachdem Deyda und Gil Kunkel den Klassiker "Mrs. Robinson" von Simon and Garfunkel sowie "Wild World" von Cat Stevens gespielt hatten, meldete sich Gastwirt Fritz Beck mit seiner Glocke zu Wort.

Voll belegt sind die Plätze in der Waldauschänke beim Benefizkonzert mit dem Duo "Deyda und Gil". Der Erlös des Konzertes kam vollständig der Katharinenhöhe zugute. Die Besucher genießen die Hits aus den 1970er- und 1980er-Jahren.
Voll belegt sind die Plätze in der Waldauschänke beim Benefizkonzert mit dem Duo "Deyda und Gil". Der Erlös des Konzertes kam vollständig der Katharinenhöhe zugute. Die Besucher genießen die Hits aus den 1970er- und 1980er-Jahren. | Bild: Lothar Herzog

Das Ziel der Waldau Schänke sei, die Gäste zu begeistern. Mit dem Duo "Deyda & Gil" gelinge das immer. Er kenne im weiten Umkreis keine Gaststätte, die solche Aktionen für die Kinderkrebs-Nachsorgeklinik Katharinenhöhe mache. Hierfür habe er eine tolle Familie mit drei Kindern. Er sei immer auf der Suche nach Personal, die für ein solches Benefizkonzert um Gotteslohn arbeiteten. Und er finde sie, weshalb sein Dank auch dem Waldau-Team gelte. Bisher seien 90 000 Euro an die Klinik geflossen, Ziel seien 100 000 Euro, verriet Gastwirt Fritz Beck.

Nachdem an diesem Abend 3200 Euro in die Spendenbox geworfen wurden, ist Beck nicht mehr weit davon entfernt. Klinik-Geschäftsführer Stephan Maier weilte wie immer unter den Besuchern. Wenn er anderen von der Aktion der Waldauschänke erzähle, glaube ihm das kaum jemand. "Ich kenne keinen Gastwirt in Deutschland, der so etwas macht. Und Fritz Beck tut das nicht nur einmal, sondern immer wieder. Es ist toll, was wir mit diesem Geld für die Kinder erreichen können", hob Maier hervor und erntete Applaus. Musikalisch und kulinarisch kamen die Gäste voll auf ihre Kosten.