Gleich drei Guggenmusiken hatten die Burgberger Bettelwieber zu ihrem Fastnachtsball eingeladen und jede für sich hätte den Abend in der Burgberger Festhalle musikalisch gestalten können. Schon die Näcker-Gamper – in ihrem Falle musste sich Zunftmeister Roland Weißer gleich mal über die richtige Schreibweise belehren lassen – sorgten mit einem ersten kräftigen Trompetenstoß für einen fetzigen Beginn des Abends.

Sie eröffneten einen buntfetzigen Abend in der Turnhalle an der Burgberger Grundschule, die Näcker Gamper aus Deisslingen.
Sie eröffneten einen buntfetzigen Abend in der Turnhalle an der Burgberger Grundschule, die Näcker Gamper aus Deisslingen. | Bild: Rüdiger Fein

Die Guggenmusiker der Villinger Fazenedle und die Fetzä Betscher standen den Deißlingern anschließend in Nichts nach.

Der Rucksackball ist sehr beliebt: Dicht an dicht sitzen die Gäste und stärken sich mit einem ausgiebigen Vesper für die Jubiläumsfeier der Burgberger Bettelwieber. Bilder: Rüdiger Fein
Der Rucksackball ist sehr beliebt: Dicht an dicht sitzen die Gäste und stärken sich mit einem ausgiebigen Vesper für die Jubiläumsfeier der Burgberger Bettelwieber. | Bild: Rüdiger Fein

Zuvor hatte Roland Weißer viele befreundete Zünfte begrüßt, die alle gekommen waren, um das 25. Jubiläum der Bettelwieber zu feiern. Damit es am Rucksackball 2019 niemanden gab, der Hunger leiden musste, hatten die einladenden Narren aus Burgberg bereits vorab eine Packliste für den perfekten Vesperrucksack veröffentlicht.

Er begrüßte dreizehn Gastzünfte beim großen Rucksackball mit Jubiläumsfeier der Burgberger Bettelwieber: Zunftmeister Roland Weißer.
Er begrüßte dreizehn Gastzünfte beim großen Rucksackball mit Jubiläumsfeier der Burgberger Bettelwieber: Zunftmeister Roland Weißer. | Bild: Rüdiger Fein

Ein Blick in die Rucksäcke der Gäste in der vollbesetzten Halle ließ einem hungrigen Wanderer schon mal das Wasser im Mund zusammenlaufen. Man fand dort Bratwurst, Handkäs, Dosenwurst und Essiggurken, Oliven, Meerrettich, Zwiebeln und gekochte Eier – schlichtweg alles, was geeignet ist, einen müden Wanderer wieder auf die Beine zu bringen. Sogar ein gebratener Hering hatte es in die Vesperausrüstung einzelner Narren geschafft.

Tom Schwarzwälder hat das Vesper für die ganze Familie dabei. Sein Rucksack birgt jede Menge kulinarischer Köstlichkeiten.
Tom Schwarzwälder hat das Vesper für die ganze Familie dabei. Sein Rucksack birgt jede Menge kulinarischer Köstlichkeiten. | Bild: Rüdiger Fein

Der Magen war so befriedigt – und für den Geist hatten die Bettelwieber ein unterhaltsames Programm zusammengestellt. In Anlehnung an eine Fernsehsendung galt es drei gleiche Vesperreiterchen, sprich Häppchen, zu fertigen, die im Verlauf des Abends prämiert wurden. Die Jury des Wettbewerbs – Herbert Lupfer, Cordula und Frank Schwarzwälder – hatte es nicht leicht. Es wurde nach Aussehen und Geschmack bewertet.

Nach einem ausgiebigen Vesper war feiern angesagt, die Burgberger Bettelwieber sind 25 Jahre alt.
Nach einem ausgiebigen Vesper war feiern angesagt, die Burgberger Bettelwieber sind 25 Jahre alt. | Bild: Rüdiger Fein

Auf den dritten Platz kamen gleich drei Zünfte mit jeweils 13 Punkten. Die Ziegelbuben, die Butterfasshexen sowie die Epfelschittler aus Weilersbach belegten den dritten Rang. Die Narrenzunft Neuhausen hatte mit 17 Punkten die Nase vorn, dicht gefolgt von den Rotwald Deifeln (16 Punkte) aus Königsfeld, die Zweiter wurden.

Sie eröffneten einen buntfetzigen Abend in der Turnhalle an der Burgberger Grundschule: die Näcker Gamper aus Deißlingen.
Sie eröffneten einen buntfetzigen Abend in der Turnhalle an der Burgberger Grundschule: die Näcker Gamper aus Deißlingen. | Bild: Rüdiger Fein

In der Zwischenzeit ließen es sich die Gründungsmitglieder Carmen Wurzer, Roland Weißer, Axel und Thomas Lembcke und Kay Zwick gut gehen und labten sich auf der Bühne an einem Tisch mit kulinarischen Genüssen.

Tut der Seele und dem Körper gut und stimmt auf die große Jubiläumsfeier ein, das ausgiebige Vesper, das jeder der Gäste in seinem Rucksack mitgebracht hatte. Mittendrin und dabei die Familie des Orrtsvorstehers Frank Schwarzwälder.
Tut der Seele und dem Körper gut und stimmt auf die große Jubiläumsfeier ein, das ausgiebige Vesper, das jeder der Gäste in seinem Rucksack mitgebracht hatte. Mittendrin und dabei die Familie des Orrtsvorstehers Frank Schwarzwälder. | Bild: Rüdiger Fein

Bei einer Versteigerung von wohl gefüllten Rucksäcken blätterte Frank Schwarzwälder die stolze Summe von 200 Euro auf den Tisch. Und in einer schönen Geste gab es von den Butterfasshexen aus Schwenningen einen großen Betrag oben drauf. Der Erlös der Versteigerung in Höhe von 535 Euro kommt der Förder- und Bewegungsgruppe (Fuß) der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn zu Gute.

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