Eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 wird es in der Ortsdurchfahrt Buchenberg weiterhin nicht geben. Das Straßenverkehrsamt hat das Anliegen der Gemeinde erneut abgelehnt. In der Sitzung des Ortschaftsrats im Rathaus Buchenberg übermittelte Ortsvorsteher Peter Hase die Stellungnahme der Behörde, die von den Ratsmitgliedern widerwillig zur Kenntnis genommen wurde.

Gleiches gilt für Erdmannsweiler

Entsprechend dem Wunsch von Bürgermeister Fritz Link hatte die Straßenbaubehörde das wiederholte Anliegen der Kommune an das zuständige Referat des Regierungspräsidiums Freiburg zur fachlichen Prüfung gesandt. Von dort heißt es, dass die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Ortsdurchfahrt Buchenberg – dies gilt gleichbedeutend für Erdmannsweiler – wegen der vorhandenen Kindertageseinrichtung nicht möglich ist, da sie nicht unmittelbar an einer klassifizierten Straße liege.

„Wir haben alle möglichen Rechtsmittel ausgeschöpft und müssen das jetzt leider akzeptieren.“  Fritz Link
„Wir haben alle möglichen Rechtsmittel ausgeschöpft und müssen das jetzt leider akzeptieren.“ Fritz Link | Bild: Julian Stratenschulte

Wie Bürgermeister Fritz Link bemerkte, habe die Gemeinde nach der ersten Ablehnung Widerspruch in Freiburg eingelegt. Der Begriff „unmittelbar“ könne unterschiedlich ausgelegt werden. In Buchenberg beginne nach dem Eckgrundstück gleich das Gelände des Kindergartens. Da könne man schon von unmittelbar sprechen. Für ihn gelte vorrangig der Schutz der Kinder und entscheidend sei doch, dass sie die Durchgangsstraße irgendwo überqueren müssten. Der Kernort genieße in dieser Angelegenheit einen Sonderstatus, der leider nicht auf die Ortsteile anwendbar sei. „Wir haben alle möglichen Rechtsmittel ausgeschöpft und müssen das jetzt leider akzeptieren“, bedauerte der Bürgermeister.

Spiegel gibt es auch keinen

Zudem lehnt das Straßenverkehrsamt im vorliegenden Ergebnis der örtlichen Verkehrsschau vom 14. November vergangenen Jahres die Installation eines Spiegels bei der Einfahrt der Straße „Mühllehen“ in die Landstraße 177 ab. Die Überprüfung habe ergeben, dass eine Verbesserung der Sichtverhältnisse durch einen umfassenden Rückschnitt der im Einmündungsbereich vorhandenen Hecken erreicht werden könne, argumentierte die Kommission in ihrem Schreiben. Um zu verhindern, dass die Tanzwäldlestraße von ortsfremden Fahrzeugen nicht mehr als Abkürzung zwischen der L 177 und der Kreisstraße 5723 benutzt wird, schlagen die Straßenverkehrsexperten der Kommune vor, sämtliche verkehrsbeschränkende Maßnahmen zu vereinheitlichen, entsprechende Verkehrsschilder aufzustellen und bestehende Verkehrszeichenkombinationen ersatzlos zu entfernen. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer auf dieser Straße wird abgelehnt.

Rechts vor links soll gestärkt werden

Um die Achtsamkeit der Verkehrsteilnehmer auf die Regel „rechts vor links“ zu erhöhen, soll auf den Fahrbahnbelag vor den Einmündungen in den Köhlerweg und Weberweg eine Wartelinie aufgetragen werden. Zugestimmt hat die Straßenverkehrsbehörde der Anbringung eines Sackgasse-Schilds in der Stichstraße Herrenacker, um Falschfahrten zu vermeiden. Der Bitte der Gemeinde, bei Rainhäuser 1 und 3 aufgrund des zunehmenden Fahrradverkehrs eine Kombination aus „Gefahrenstelle“ mit Zusatzzeichen „Hofdurchfahrt“ aufzustellen, um Verkehrsgefährdungen zwischen Radfahrern und aus den Anwesen Ausfahrenden zu vermeiden, wird entsprochen.