Nun dürfen die Tänzer der Tanzgruppe Djiby Kouyate aus Mali endlich auch in Königsfeld auftreten. Das war alles andere als sicher, denn ein früherer Termin ist wegen einer Sache geplatzt: Die Akteure erhielten kein Visum. Am Donnerstag, 6. September, ist das Afrikanische Ballett nun zu Gast im Haus des Gastes.

Für Dietrich Siebörger vom Eine-Welt-Laden Ujamaa, über den der Auftritt organisiert wird, war die Absage eine Enttäuschung. „Leider hat die Veranstaltung nicht stattfinden können“, sagte er nach der Absage des ersten Termins. Die Gruppe komme seit zehn Jahre für Auftritte nach Europa, sagte er. Während ihrer Tournee leben die Tänzer in der Schweiz. Vor drei Jahren sei die Gruppe bereits in Königsfeld aufgetreten. An diesen Erfolg „Dieses Jahr sollten auch jüngere Akteure kommen“, erklärte der Organisator. Die jüngsten Tänzer seien erst sieben Jahre alt.

Doch genau da lag das Problem beim ersten Termin. Die Kinder hätten für die Visa in die schweizer Botschaft in Senegal fahren müssen, erklärte Siebörger. Das habe sich aber als zu umständlich erwiesen, weswegen versucht worden sei, über die französische Botschaft an die nötigen Papiere zu kommen. Ein erster Termin in der Botschaft sei aber geplatzt, weil bei einigen der Kinder die Eltern nicht dabei gewesen seien, was aber notwendig gewesen sei. Erschwert sei hinzugekommen, dass es sich bei einigen der Kinder um Straßenkinder handle und die Eltern in diesen Fällen nicht immer verfügbar seien, erklärte Siebörger. Ein zweiter Termin in der Botschaft sei dann geplatzt, weil sie, trotz einem abgesprochenen Termin, geschlossen hatte.

„Aus diesem Grund hat es nicht geklappt“, berichtete Dietrich Siebörger. Ob es einen Ausweichtermin geben würde, darüber war er sich noch vor einigen Wochen nicht sicher. Zu Unklar war die internationale Rechtslage. Dankbar gegenüber der Gemeinde zeigte er sich dennoch. „Königsfeld ist uns gegenüber sehr großzügig“, sagte er. Denn sie habe das Haus des Gastes kostenlos zur Verfügung gestellt.

Nun wird es doch noch mit dem Auftritt klappen und die Freude ist entsprechend groß. „Jetzt freuen wir uns, dass die Tänzer doch noch kommen konnten. Wir haben tatsächlich noch eine Möglichkeit gefunden“, freut sich Dietrich Siebörger. Gerade auch, weil die Tänzer für einen guten Zweck auftreten. „Durch die Einnahmen bei diesen Auftritten finanzieren sie das Kinderhilfswerk in Mali“, erklärt Siebörger. „Dieses Kinderhilfswerk beitreibt in der Hauptstadt Bamako eine Schule und eben auch die Tanzschule, durch die den Jugendlichen eine neue Lebensmöglichkeit erschlossen wird. Wir freuen uns, dass wir diese soziale Arbeit unterstützen und zugleich einen Abend mit echt afrikanischem Schwung und Rhythmus erleben können.“