Sonnensegel, Markise, Gartenlaubendach oder Schirme? Auf der Suche nach einer Lösung zur Beschattung des terrassenförmigen Rondells an der Ostseite der Grundschule Burgberg drehen sich die Beteiligten im Kreis. Die Gründe liegen vor allem in den Anschaffungskosten.

Thema Sonnensegel beschäftigt Burgberg

Mit dem sich seit mehreren Jahren hinziehenden Projekt Sonnensegel hatte sich kürzlich der Förderverein der Grundschule in seiner Hauptversammlung beschäftigt (wir berichteten). Nun war das Vorhaben erneut Thema im Ortschaftsrat. Wie Bürgermeister Fritz Link einräumte, ziehe sich das Projekt schon zu lange hin. 2018 seien hierfür 10 000 Euro im Haushalt veranschlagt worden. Der Förderverein gewähre einen Zuschuss von 3 000 Euro.

Für diese Fläche soll Schatten geschaffen werden. Wie, ist noch unklar. Bild: Lothar Herzog
Für diese Fläche soll Schatten geschaffen werden. Wie, ist noch unklar. Bild: Lothar Herzog

90 000 Euro würde das Segel kosten

Da das Sonnensegel eine Fläche von rund 100 Quadratmetern abdecken soll, habe ein Statiker beauftragt werden müssen. Die Berechnung habe eine Summe von 90 000 Euro ergeben. „Das steht natürlich in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die Kirche sollte man im Dorf lassen“, so der Bürgermeister. Eine zweite Planung mit festen Stützen aus Aluprofilen käme auf rund 60 000 Euro, sei aber immer noch zu teuer.

Das könnte Sie auch interessieren

Experte rät von Markise ab

Jetzt werde geprüft, ob eine Markise an der Gebäudewand befestigt werden könne, informierte Link. Ortsvorsteher Frank Schwarzwälder wusste schon mehr: Ein Fachmann habe sich die Lage vor Ort angesehen und rate von einer Markise ab. Der Stoff sei nach fünf Jahren verschlissen. Auch die Haltbarkeit von großen Schirmen wie sie in der Gastronomie benutzt werden, betrage etwa fünf Jahre, zudem sei die Mechanik anfällig.

Bürgermeister Link will Schirme aufstellen

„Die Beschattung ist wichtig. Bereits im Mai wird es unerträglich heiß an dieser Stelle. Wir brauchen eine Lösung möglichst ohne Nachfolgekosten. Aus meiner Sicht wäre eine letzte Option, die zu überschattende Fläche deutlich zu reduzieren“, sagte Schwarzwälder. Dazu Link: „Ich verstehe die Diskussion nicht.

Wir haben alles probiert. Irgendwann sollte ein Knopf drauf gemacht werden.“ 2 500 Euro seien bereits für den Statiker angefallen. Im Juli und August seien sechseinhalb Wochen Ferien. „Bei aller Liebe muss man auch die Verhältnismäßigkeit sehen. Wir können keine Summen zwischen 60 000 Euro und 90 000 Euro ausgeben.“ Am einfachsten wären, so Link, zwei große Schirme, die mit den 13 000 Euro finanziert werden können.