Helfen und spenden kann ganz einfach sein. Vor allem wenn man weiß, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird. Wer am heutigen Samstag zum Benefizkonzert mit der Rock-Coverband "Big Mama" aus Wolfach in die Gemeindehalle Weiler bei Königsfeld geht (Beginn 20.30 Uhr, Einlass 19.30 Uhr), kommt nicht nur in den Genuss bekannter Hits von namhaften britischen Bands wie Deep Purple (Perfect strangers), Judas Priest (You’ve got another thing) und Iron Maiden (Two minutes to midnight).

Mit den Ausgaben für Essen und Getränke unterstützt der Besucher außerdem den im Juni vergangenen Jahres schwer erkrankten Frank Rapp aus Weiler. Der Familienvater leidet an den Folgen einer Gehirnblutung. Es steht an dem Abend auch eine Spendenkasse bereit, teilen die Organisatoren mit.

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Die Krankheits-Geschichte bewegt nicht nur die Bürger in dem kleinen Königsfelder Ortsteil mit circa 630 Einwohner. Wie Konzert-Initiator Frank Berger dem SÜDKURIER gegenüber mitteilt, meldeten sich seit Veröffentlichung des Berichts immer wieder Personen auch aus Nachbarschaftskommunen telefonisch bei ihm, die "Beizer" Frank – der Name wird seit Generationen aufgrund des Besitzes des ehemaligen Gasthaus Krone so weitergegeben – kennen und ihre Hilfe anböten. Sei es beim Auf- und Abbau in der Halle oder bei der Bewirtung. Diese überaus große Hilfsbereitschaft überrasche ihn (Berger) nicht wirklich.

Der Ort habe in der Vergangenheit schon mehrfach die Aufmerksamkeit erweckt, dass man sich bei besonderen Anlässen gegenseitig helfe. Ein gutes Beispiel sei das Kreiserntedankfest im Oktober 2018 gewesen, das die Landjugend anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ausgerichtet habe. Da hätten sich nicht nur alle Vereine aus Weiler eingebracht, sondern auch aus der Nachbarschaft wie Hardt und Eschbronn sowie viele Privatpersonen, schildert Berger.

Seit 2014 veranstaltete der Jugendförderverein Weiler vier Rocknächte in der Gemeindehalle. 2017 fiel sie aus, weil die Halle saniert wurde. Mit dem Erlös wurde jedes Mal ein Projekt im Ort für Kinder und Jugendliche gefördert und mitfinanziert.

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Die fünfte Rocknacht in Weiler, die erstmals die Vereinsgemeinschaft veranstaltet, steht nun ganz im Zeichen des 49-jährigen Frank Rapp. Sie kann aufgrund des im Vorjahr erschienenen Publikums auch als "Ü 35 Party" betitelt werden.

Damals begeisterten die vier Musiker aus dem Kinzigtal mit ihren E-Gitarrengigs die Zuhörer in der vollen Halle ein ums andere Mal. Es stand deshalb außer Frage, das Quartett erneut zu engagieren. Rapp wäre nach eigener Aussage gerne auch wieder dabei, ist aber körperlich nicht in der Lage dazu. Die Hoffnung bei ihm ist jedoch groß, dass dies nicht für immer sein muss.

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