Es ist kein Geheimnis, dass Königsfeld zu den finanzschwächeren Kommunen der Region gehört. Also solche ist sie umso mehr auf Förderungen vom Land und Bund angewiesen. Bei einem Besuch in der Gemeinde verschaffte sich Bärbel Schäfer, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Freiburg, nun einen Überblick auf laufende und abgeschlossene Maßnahmen, die mit Fördergeldern umgesetzt werden oder worden sind. Dabei erhielt sie von Bürgermeister Fritz Link nicht nur einen Einblick in die Geschichte der Gemeinde, sondern konnte sie bei einem Rundgang durch den Kernort kennenlernen.

"Mir ist wichtig, mal zu sehen, was passiert mit dem Geld", sagte die Regierungspräsidentin. "Man muss vor Ort sein, man muss es sehen." Es sei ihr wichtig, vor Ort mit den Vertretern der Gemeinde ins Gespräch zu kommen, denn es sei eine ihrer wesentlichen Aufgaben, die Gemeinden bei deren weiteren Entwicklung zu unterstützen.

Vor dem Spaziergang durch Königsfeld erläuterte Bürgermeister Link das Profil der Gemeinde und vergangene und laufende Sanierungsmaßnahmen. "Die Ortskernsanierung hat in Königsfeld Tradition", sagte er. Als Beispiele nannte er die Sanierungsgebiete Friedrichstraße und Schlesierweg im Jahr 1984 sowie Parkstraße und Bauhof im Jahr 1986. 2006 und 2007 habe der Fokus auf Leerstände im Innenbereich der Ortsteile und das Prüfen von Verdichtungspotenzial in bestehenden Bebauungsplänen mit Erschließung von Baulücken gelegen.

Von den Maßnahmen, die aus dem Landessanierungsprogramm gefördert werden, stellte der Bürgermeister den Neubau des Curavital die Sanierung des Rathausplatzes. Diese seien allein aus diesem Programm mit rund 954 000 Euro, insgesamt mit rund 1,42 Millionen Euro gefördert worden. Bärbel Schäfer lobte das Konzept des Curavital mit Gemeinschaftspraxis. "Die ärztliche Versorgung ist immer ein Thema", sagte sie. In der Gemeinde Königsfeld sei damit ein nachhaltiger Schritt gemacht worden.

Desweiteren sprach der Bürgermeister die Sanierung der Gemeindehalle Weiler, den Ausbau des Breitbandnetzes und die Neuanschaffungen für die Feuerwehr an, die gefördert werden. "Wir müssen uns um Förderungen bemühen, um die Infrastruktur aufrecht zu erhalten", sagte Link.

Auch die Sanierung des Zinzendorfplatzes und die vorangegangene Entscheidungsfindung kamen bei dem Besuch der Regierungspräsidentin zur Sprache. Bei Kosten von 2,3 Millionen Euro werde die Maßnahme mit 1,1 Millionen Euro gefördert sagte Bürgermeister Link. Lobende Worte fand Bärbel Schäfer dafür, dass es eine Beteiligung der Bürger gegeben hat. Sie plädierte dafür, dies trotz der gemachten Erfahrung auch bei zukünftigen Projekten beizubehalten. Man dürfe die Leute nicht verlieren, auch wenn es manchmal am Ende nicht so läuft, wie sie es sich vorstellen.