Schon seit einiger Zeit steht sie leer: Die Metzgerei Keller an der Veilstraße. Jetzt gibt es Pläne, was mit der ehemaligen Metzgerei passieren soll. Ein Wohnhaus für sieben Familien soll entstehen und ein Teil des ehemaligen Fleischerfachgeschäftes zu einem Carport umgenutzt werden. Auch in den ehemaligen Ladenbereich sollen Wohnungen eingebaut werden.

Da es sich bei der Fläche um ein Mischgebiet handelt, ist eine Wohnnutzung zulässig. Das Vorhaben war Thema im Ortsteilausschuss Königsfeld sowie im Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr. Beide Ausschüsse stimmten der Baugenehmigung zu.

„Schandfleck in Königsfeld„

Bürgermeister Fritz Link bezeichnete den Leerstand bei der Sitzung des Ortsteilausschusses als „Schandfleck in Königsfeld„. Wie man bedauern könne, dass dieser Leerstand umgenutzt wird, sei für ihn nicht nachvollziehbar. Damit nahm er Bezug auf die Wortmeldung eines Bürgers zu Beginn der Sitzung, der die Pläne kritisiert hatte. Einen Bebauungsplan gebe es, so Link, seit über 30 Jahren. Er sei froh darüber, „dass wir eine Nachnutzung ermöglichen können.“

Drei Geschosse geplant

Das Wohnhaus soll, das führte Ortsbaumeister Jürg Scheithauer aus, dreigeschossig werden. Das dritte Geschoss wird mit einem Mansarddach kaschiert. Bei den drei Wohnungen im Erdgeschoss handelt es sich um rollstuhlgerechte Wohnungen. Für das Haus ist weder ein Aufzug noch eine Tiefgarage vorgesehen. Neun Stellplätze sind auf der Baufläche angedacht. Diese sollen über die Hermann-Voland-Straße erreicht werden. Eine Zufahrt sei außerdem über die Veilstraße möglich. Die Balkone und die Terasse ragen laut Scheithauer teilweise über die Baugrenze hinaus, das Baurechtsamt sehe darin aber keine Erheblichkeit.

Für Bürgermeister Fritz Link ist das geplante Bauprojekt „eine deutliche Verbesserung zum Status quo“. Bisher habe das Gelände als „Müll- und Abstellplatz“ gedient und sei vor allem in den letzten Monaten „unschön ins Auge gefallen“.