Bei guter Laune blickten die Mitglieder der Narrenzunft Wolfsnarros und Geisterrecken Neuhausen bei ihrer Jahreshauptversammlung im Narrenstüble auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück, wagten einen Ausblick in die nahe Zukunft und wählten den Vereinsvorstand neu.

In der Vorstandschaft des Vereins gab es eine bedeutende Änderung. Für den scheidenden Zunftrat Christian Meder übernahm Tobias Ohnmacht das Amt. Die Entscheidung, das Amt abzugeben, sei ihm schwer gefallen, sagte Christian Meder. Er könne es aber aus beruflichen Gründen nicht weiter ausüben. Zunftrat Manuel Link bedankte sich bei Meder für dessen Arbeit, bei der er immer zu 100 Prozent dabei gewesen sei. Mit Tobias Ohnmacht habe man einen Nachfolger, der dieses große Erbe mit Freude und Engagement übernehmen werde. Katja Hummel stand zur Wiederwahl und wurde als Zunfträtin in ihrem Amt bestätigt. Ebenso wiedergewählt wurden die Beisitzer Florian Rottler und Dominik Link.

Was das Finanzielle angeht, steht der Verein gut da, wie aus dem Bericht von Kassier Joachim Scherzinger hervorging. Er sprach von einem guten finanziellen Jahr 2017. Das bestätigte auch Kassenprüfer Uwe Kletterer. 2017 habe es einen guten Abschluss gegeben, sagte er in seinem Prüfungsbericht.

Vor seinem Ausscheiden aus dem Vorstand betonte Zunftrat Christian Meder in seinem Jahresrückblick noch einmal die zurückliegenden Höhepunkte. Mit dem Feuerwehrlauf der Freiwilligen Feuerwehr Neuhausen im Mai 2017 begann das Vereinsjahr. Bei der Dorfralley im Oktober beteiligte sich die Zunft mit einer Station im Narrenstüble. Im November stimmte man sich mit einem Besuch im Narrenschopf in Bad Dürrheim auf die bevorstehenden hohen Tage ein. Dabei konnten die Teilnehmer im Rahmen einer Führung im schwäbisch-alemannischen Fastnachtsmuseum, das 400 lebensgroße Narrenfiguren ausstellt, viele Eindrücke rund um die Fasnet gewinnen.

Anfang Januar fand der schon fast traditionelle Tannenbaumweitwurf statt, bevor zwei Wochen später das Dorf mit Fähnle verschönert und das Wahrzeichen der fünften Jahreszeit, der Narrenbaum, aufgestellt wurde. Es folgte ein Besuch beim Brauchtumsabend der Binsenhexen in Balingen und die Teilnahme am Niedereschacher Umzug. Der Höhepunkt für die Zunft war der Zunftball anfang Februar. Der Abend sei gut gelungen, lobte Christian Meder. Auch dank der zahlreichen helfenden Hände.

Auch 2018 wird die Narrenzunft außerhalb der Fastnacht aktiv sein. Für das Neuhausener Sommerfest im Juli plane man eine Riesenwasserrutsche, selbstverständlich mit musikalischer Untermahlung und einer Siegerehrung zum Abschluss. Die Zunftmitglieder hoffen auf viele Besucher.

 

Der Verein

Die Narrenzunft Wolfsnarros und Geisterrecken Neuhausen wurde 1981 gegründet und zählt derzeit rund 160 aktive Mitglieder. Zum jährlichen Programm gehört natürlich die Fastnacht im Ort inklusive Zunftball. Aber auch an Umzügen in anderen Gemeinden beteiligen sich die Neuhausener Narren. (ebk)