Diese ist für den Zeitraum vom Jahr 2016 bis 2024 angesetzt. Der Erfolg des Projekts hängt von der Bereitschaft zur Mitwirkung der ortsansässigen Landwirte und Flächeneigentümer ab, da sie ihre Flächen für das Projekt zur Verfügung stellen müssen. Ortschaftsrat Bernd Hummel gab in der gestrigen Sitzung zu bedenken, dass „der Nutzwert der Flächen nicht ganz verloren gehen“ dürfe. Projektleiter Thomas Kring vom Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis bekräftigte: „Wir wollen niemanden in den Ruin treiben. Deshalb wollen und müssen wir mit den Flächeneigentümern zusammenarbeiten.“ Ergänzend hob er hervor, dass der Wechsel von landwirtschaftlicher Nutzung und Schutz ausgelotet und dadurch die Förderungskonformität herausgefunden werden müsse. Letztverbindliche Aussagen stehen noch aus und müssen in der Umsetzungsphase getroffen werden.

Das Naturschutzgroßprojekt Baar gründet auf dem Förderprogramm Chance Natur – Bundesförderung Naturschutz des Bundes, das 1979 ins Leben gerufen wurde und national bedeutsame und repräsentative Naturräume finanziell unterstützt. So soll das Baar-Projekt insbesondere die vielfältigen Moore und Brut- sowie Überwinterungsgebiete der seltenen Wachtelkönige, Grauammer und Braunkehlchen schützen. Bis zum Jahr 2015 wurden mit Hilfe des Bundesprogramms bereits 77 Naturschutzgroßprojekte mit einer Gesamtfläche von etwa 3700 Quadratkilometern gefördert.

Der Bund trägt 75 Prozent der Kosten des Naturschutzgroßprojekts Baar. 15 Prozent der Gesamtkosten übernimmt das Land, den Restanteil von zehn Prozent trägt der Schwarzwald-Baar-Kreis. Insgesamt umfasst das Projekt Baar 17 Fördergebiete mit einer Gesamtfläche von 4925 Hektar. An dem Projekt beteiligen sich die Kommunen Bad Dürrheim, Blumberg, Bräunlingen, Brigachtal, Donaueschingen, Geisingen, Hüfingen, Königsfeld, Mönchweiler und Villingen-Schwenningen. Langfristiges Ziel der Naturschutzgroßprojekte ist die Schaffung eines geschützten Biotopenverbunds. In der dreijährigen Planungsphase entstanden bislang Kosten von einer Million Euro. Weitere fünf Millionen Euro sind für die nun anlaufende Umsetzungsphase veranschlagt. Ortsvorsteherin Brigitte Storz zog zum Ende der Sitzung ein positives Fazit: „Wir sind auf einem guten Weg, den wir weiter gehen wollen. Die Bereitschaft zum Gespräch und Mitwirken ist seitens Flächeneigentümern und Landwirtschaft vorhanden.“