Es ist ein weiterer Schritt hin zu einer nachhaltigen Mobilität auch im ländlichen Raum: Der Energieversorger EGT hat am Dienstagnachmittag seine erste Stromtankstelle in Königsfeld offiziell eröffnet. Zwei Elektroautos können im ab sofort im Zinzendorfweg aufgeladen werden. Der Energleversorger hat das Ziel, in jeder Gemeinde des Netzgebietes mindestens eine Stromtankstelle zu installieren. In den Gemeinden Triberg, Schonach, Furtwangen, St. Georgen, Hornberg, Unterkirnach und Schönwald kann bereits elektrisch getankt werden.

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Für Verbrenner gilt Parkverbot

Die beiden Parkflächen befinden sich gut sichtbar im Zinzendorfweg direkt beim Zinzendorfplatz. Hier dürfen nur rein elektrisch betriebene Fahrzeuge stehen und aufladen, für alle anderen Autos gilt auf den beiden markierten Flächen Parkverbot. Die Stellplätze dienen im Übrigen nicht als exklusive Parkplätze für Elektroautos. Ist der Ladevorgang beendet, sollte das Fahrzeug umgehend entfernt werden, um anderen E-Autos das Aufladen zu ermöglichen. Die Fahrzeuge können an der Ladesäule mit bis zu 22 Kilowatt (kW) über einen sogenannten Typ 2-Anschluss laden. Abgerechnet wird im Viertelstundentakt. Künftig soll exakt nach Kilowattstunden abgerechnet werden, erklärt Lukas Holzer von der EGT im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Bezahlt wird stets bargeldlos

Die Tarife und Preise der EGT orientieren sich in etwa an den Kosten für Ökostrom an der Haushaltssteckdose und richten sich nach der Ladeleistung des Fahrzeugs. Das kleinste Abrechnungsintervall beträgt 15 Minuten. Ein Rechenbeispiel: Für einen VW Up mit einer Ladeleistung von 3,7 kW kostet die Viertelstunde Laden 35 Cent. Für eine Renault Zoé mit 22 kW sind es 1,40 Euro pro fünfzehn Minuten. Bezahlt wird entweder mit der hauseigenen Chipkarte oder mit einem RFID-Chip des Anbieters Intercharge, mit dem an den meisten Stromtankstellen in Europa gezahlt werden kann. Die Abrechnung erfolgt dann automatisch. Wer weder noch besitzt, kann auch per SMS bezahlen. Die Funktion der Stromtankstelle ist vor Ort zudem dreisprachig auf Deutsch, Französisch und Englisch ausgeschildert.

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Tendenz zeigt steil nach oben

Bürgermeister Fritz Link begrüßte das neue Angebot im Zinzendorfweg, das gut zur Solar- und Umweltkommune Königsfeld passe. Zielgruppe für die neue Ladesäule sind vor allem auswärtige Gäste, erklärt Lukas Holzer. Diese könnten den Aufenthalt nutzen, um ihr Fahrzeug zu laden. Die Tendenz bei den Ladevorgängen ist steigend. 2018 wurden etwa 400 Vorgänge im Netzgebiet registriert. 2019 wurde dieser Wert bereits Mitte des Jahres erreicht.