50 Kinder der Tagesstätte Arche haben eine eigens für sie gestaltete Führung durch das Wohnhaus von Albert Schweitzer erleben dürfen. Nur ein paar Schritte entfernt von ihrer Einrichtung, auf der anderen Straßenseite, steht das berühmte gelbe Haus in einem großen Garten.

Erzieherinnen und Kinder waren neugierig und staunten, als sie die Wohn- und Schlafräume des bekannten Urwalddoktors in kleinen Gruppen erkunden durften. Das über 100 Jahre alte Tropenklavier und die Geschenke aus Afrika in den Ausstellungsvitrinen hinterließen Eindruck. Die Drei- bis Sechsjährigen erfuhren, wie Schweitzer aus einem Hühnerstall ein bedeutsames Krankenhaus errichten ließ.

Fragen wie „War es nicht gefährlich, als Arzt mit kranken Menschen in Afrika zu arbeiten?“ oder „Wo wurde Albert Schweitzer begraben?“ beschäftigten die Vorschulkinder. Fotos, die das Leben in Lambarene oder Schweitzer mit seiner Familie zeigen, gaben ihnen Anlässe zum Erzählen. So ist es auch den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Albert-Schweitzer-Hauses eine Herzensangelegenheit, die ganz Kleinen für das Wirken Schweitzers begeistern zu können.

„Wenn die Kinder morgens mit ihren Eltern zur Kita laufen, können sie ihnen nun ganz genau erklären, wie Albert Schweitzer in Königsfeld gewohnt hat“, so die Kita-Leiterin Kathrin Knorn. Noch können Zeitzeugen berichten. Doch es braucht eine neue Generation, die das historische Haus am Leben erhält und Schweitzers Philosophie von der Ehrfurcht vor dem Leben vermitteln kann.