Für den Bebauungsplan Winterberg-West im Ortsteil Burgberg hat der Gemeinderat in seiner Sitzung „einen Knopf drauf gemacht“. Er fasste den Satzungsbeschluss samt den örtlichen Bauvorschriften. Noch nicht ganz so weit ist das Verfahren der Aufstellung einer Außenbereichssatzung im Gewann Mühllehen im Ortsteil Buchenberg. Dort stimmten die Räte dem vorgelegten Entwurf zu, der nun in eine vierwöchige Offenlegung gehen kann.

Baugebiet rund 1,7 Hektar groß

Im rund 1,7 Hektar großen Baugebiet Winterberg-West sollen 19 Bauplätze entstehen. Planerin Irina Esterlein stellte die nach der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen von Behörden und die von ihr erarbeiteten Abwägungsvorschläge vor. Entgegen der Ansicht der Raumordnungsbehörde des Regierungspräsidiums Freiburg halte die Verwaltung weiterhin daran fest, dass beim geplanten Baugebiet kein neuer Siedlungsbereich entstehe. Er setze sich auch nicht vom bestehenden Ortsrand ab. Das Plangebiet werde vielmehr durch die Fortführung der bestehenden Erschließungsstraße Winterbergweg in die vorhandene Siedlungsstruktur eingebunden.

Flächen im Innenbereich stehen nicht zur Verfügung

Auch der Auffassung des Landesnaturschutzverbands, wonach in Burgberg mehrere große und erschlossene Freiflächen an direkt bestehenden Straßen vorhanden sind, werde widersprochen. Seit Jahren fördere die Gemeinde die Innenentwicklung. Für Burgberg sei ein Baulücken- und Flächenpotentialkataster erhoben worden. Die ausgewiesenen Flächen seien entweder nicht bebaubar oder in Privatbesitz, erläuterte die Planerin.

Naturschützer bringen Mack in Rage

Die Ansicht des Landesnaturschutzbunds brachte Gemeinderat Hans Mack in Rage: „Da wird einfach etwas behauptet, das sich schon lange erledigt hat. Da wird nur die Verwaltung unterhalten“, rügte er. Zur Kritik der Verkehrsbehörde, wonach ein kleiner nördlicher Teil der Erschließungsstraße nur 4,50 Meter breit sein wird, sagte Bürgermeister Fritz Link: „Wie man es macht, ist es nicht recht. Beim Regierungspräsidium wird der Flächenverbrauch kritisiert. Wenn wir eine schmale Straße bauen, beschwert sich die Verkehrsbehörde, weil die Müllfahrzeuge nicht wenden können“.

Link: Alle Anregungen schon diskutiert

Im Übrigen – so Link weiter – seien alle Anregungen und Bedenken, auch von Bürgern, schon einmal ausgiebig diskutiert und abgewogen worden, ärgerte sich Link über die erneut eingereichten Einwände.

Der anschließend vorgestellten Erschließungsplanung sowie einem Erschließungsvertrag mit der Landesbank Baden-Württemberg Immobilien Kommunalentwicklung stimmten die Räte ebenfalls zu.

Stellplätze im Bereich Mühlleben erhöht

Bei der Aufstellung einer Außenbereichssatzung im Mühllehen nahmen die Räte das Abwägungsprotokoll über die eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung zur Kenntnis. Laut Planerin Irina Esterlein fügt sich das Bauvorhaben in die Umgebung ein.

Die Anzahl der Stellplätze sei auf zwei pro Wohneinheit erhöht worden. Es müsse ein Ausgleich von knapp 7800 Ökopunkten erbracht werden. Die vorgesehenen Maßnahmen werden mit dem Landratsamt abgestimmt.