Die Gemeinde wird für die von ihr in kommunaler Trägerschaft betriebenen Kindergärten in Buchenberg, Erdmannsweiler und Neuhausen das „Gute-Kita-Gesetz“ umsetzen. Für die Erzieherinnen werden insgesamt 26 Wochenstunden zusätzlich bereitgestellt.

Mehr Zeit für Leiterinnen als Qualitätsmerkmal

Wie Hauptamtsleiter Steffen Krebs in der Sitzung des Ausschusses für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales (ATKBJS) erläuterte, gehe es bei dem Gute-Kita-Gesetz konkret darum, die Leiterinnen freizustellen. Die Leitungszeit für die Erfüllung der pädagogischen Kernaufgaben stelle ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für die Weiterentwicklung der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen dar, um alle Kinder erfolgreich fördern zu können. Die Neuregelung sei bereits zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten und die Übergangsfrist dauere nur noch bis 31. August nächsten Jahres. Da die Bundesmittel hierfür bei der Gemeinde bereits eingegangen seien, könne die Umsetzung auch sofort in Angriff genommen werden, schilderte Krebs.

Das könnte Sie auch interessieren

26 Stunden mehr Zeit

In erster Linie soll versucht werden, die zusätzlichen 26 Stunden durch Aufstockung der Arbeitszeit von bestehenden Teilzeitkräften zu erreichen. Dies wäre eine Ideallösung. Die schon bestehenden Freistellungen der Kindergartenleiterinnen in Königsfeld und Neuhausen blieben davon unberührt und würden nicht verrechnet, versicherte der Hauptamtsleiter.

66.000 Euro Kosten für die Gemeinde

Die Gemeinde rechne für ihre Kindergärten mit circa 36.000 Euro Mehrkosten jährlich. Auch die freien Träger (Kirchen) müssten eine Leitungsfreistellung gewährleisten. Hier entstünden Kosten von rund 33.000 Euro, wovon die Kommune 90 Prozent, rund 30.000 Euro, zu übernehmen habe. Den Gesamtkosten von 66.000 Euro stünden etwa 80.000 Euro Zuschüsse des Bundes gegenüber, rechnete Krebs aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Neuhausens Ortsvorsteherin Sabine Schuh erklärte, sie habe mit dem Leitungsteam des Kindergartens Neuhausen das Konzept besprochen und die Erzieherinnen seien sehr angetan gewesen. Bürgermeister Fritz Link begrüßte es, dass sich die Kindergartenleiterinnen durch die Freistellung um wichtige Leitungsaufgaben kümmern könne. Der Beschlussvorschlag zur Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes wurde einstimmig angenommen.