Königsfeld – Riesengroße oder winzig kleine ovale Gesichtsformen, die stilisierte Hand, metallene Schriftzüge mit Begriffen wie „Zufall“ oder „Zweifel“, Gestalten und Formen, von denen jeder Königsfelder weiß: Arbeiten des Jochen Winckler. Jetzt ist im Kunstraum eine Ausstellung des in Königsfeld lebenden und arbeitenden, bekannten und beliebten Künstlers zu sehen.

Manfred Molicki, Vorsitzender des Kunstvereins Königsfeld, zitierte bei der Eröffnung in seinen Begrüßungsworten den Bildhauer Ernst Barlach, der meinte: „Zu jeder Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer, der sie braucht.“ Dies trifft hier besonders zu: dem Künstler Jochen Winckler ist nämlich die Interaktion mit dem Betrachter seiner Werke, welche er nicht als Kunst-, sondern als Handwerke bezeichnet, äußerst wichtig. Daher kann man in seinen selbstgestalteten Bilder-Büchern aus Papiermaschée herumblättern und die aufgehängten und aufgestellten Bilder, Kästen, Formen und Figuren anfassen, berühren und einfach dahinter gucken Die Ausstellung umfasst einen Querschnitt seines Schaffens aus über 50 Jahren, alte und vor allem neuere Werke. Die ältesten Arbeiten stammen aus den 70er Jahren.

Wincklers Kunst erfreue sich großer und unaufhörlicher Beliebtheit, die Motive seien bei ihm sehr typisch, er verändere das Motiv nur wenig und packe dies immer wieder in alle möglichen neuen Zusammenhänge, erläuterte nach der Vernissage Manfred Molicki. Er meinte, die Kunst locke viele Besucher nach Königsfeld: gut zwei Drittel der Besucher kamen von außerhalb, darunter gab es auch viele Künstlerkollegen von Jochen Winckler. Viele von ihnen wollten die Werke für sich zu Hause haben. In diesem sind sich Veranstalter und Künstler einig: man will in dem immer lebendigen Königsfelder Kunstraum die Freude an Kunst vermitteln und weitergeben.