Der geplante Bau von sechs Mehrfamilienhäusern im Bereich Hermann-Voland-Straße, Saarbrücker Weg, Mozartweg und Sebastian-Kneipp-Weg (Bebauungsplan „Kurgebiet“) durch die Firma Top Bau aus Villingen kann in eine frühzeitige öffentliche Beteiligung gehen. Wie Bauamtsleiter Jürg Scheithauer in der Sitzung des Gemeinderats erläuterte, sei er erste Vorentwurf vom Oktober 2019 mittlerweile komplett überarbeitet und die von Angrenzern eingegangenen Anregungen und Bedenken berücksichtigt worden.

Bis zu 18,5 Prozent mehr Verkehr

Das bisher geplante Haus Nummer fünf werde in zwei Baukörper – Haus fünf und sechs – gegliedert und um ein Geschoss reduziert. Dies wirke sich positiv hinsichtlich der Beschattung auf umliegende Gebäude aus. Das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten habe ergeben, dass die Hermann-Voland-Straße geeignet sei, den Sammelverkehr aus den Tiefgaragen aufzunehmen. Pro Tag würde es eine Mehrbelastung von 133 Fahrzeugen geben. Dies entspreche einer Zunahme um circa zwölf Prozent, in Spitzenzeiten von 18,5 Prozent, zitierte Scheithauer aus dem Gutachten.

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Bürgermeister Fritz Link ergänzte, dass die Anzahl der oberirdischen Stellplätze pro Wohneinheit von 1,0 auf 1,5 erhöht worden seien. „Wir haben jetzt ein Konzept, das den Anliegern weitgehend gerecht wird“, bekräftigte er. Nach Auskunft von Planer Michael Schröder gehe es jetzt darum, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Die Art der baulichen Nutzung müsse in „Besonderes Wohngebiet“ geändert werden. Die überbaubare Fläche sei angepasst worden.

Elf Bäume müssen wohl gefällt werden

Das Baumgutachten gelte auch für den jetzigen Entwurf. Voraussichtlich elf Bäume werden dem Bauvorhaben zum Opfer fallen und würden ersetzt, so der Planer. Vorgesehen sei, die vorhandene Baumreihe südlich des Mozartwegs zu ergänzen. Um den geforderten Ausgleich zu schaffen, könnten Pflanzungen auch auf Nachbargrundstücken vorgenommen werden, informierte der Planer. Ein wichtiges Thema sei der Artenschutz, der untersucht werden müsse. Damit gegen das Bauvorhaben keine Einwände bestünden, müssten Nisthilfen aufgestellt werden.

Beschluss wahrscheinlich im Mai

Mit dem jetzigen Entwurf könne in eine frühzeitige öffentliche Beteiligung gegangen werden. Ein Beschluss sei dann in der Sitzung im Mai durch den Gemeinderat vorgesehen, schilderte Schröder. Gemeinderat Thomas Fiehn regte an, ob es nicht sinnvoll wäre, die bestehenden Häuser im oberen Bereich des Vorhabens mit in den Bebauungsplan einzubeziehen, um den Eigentümern eine spätere bauliche Aufstockung zu ermöglichen. „Von den Anliegern wurde ein solcher Wunsch nicht an die Gemeinde herangetragen. Eine Änderung des Bebauungsplans ist in der jetzigen Phase nicht mehr möglich“, bedauerte der Bürgermeister. Einstimmig beschloss das Ratsgremium den vorgelegten Bebauungsplanentwurf mit den beigefügten Fachgutachten und beauftragte die Verwaltung mit der öffentlichen Auslegung.