Seit gut 18 Jahren ist die Gemeinde Königsfeld im Bereich Energieförderprogramme unterwegs. Auch 2018 bietet die Kommune ihren Bürgern einen Zuschuss für Energiechecks. Neu hinzu kommt eine Neuauflage der Förderung für Photovoltaikanlagen, die es zuletzt 2012 gegeben hat.

Zwischen 2001 und 2012 seien 133 private Photovoltaikanlagen gefördert worden, sagt Bürgermeister Fritz Link. Dann startete ein Förderprogramm des Bundes und um eine Doppelförderung zu vermeiden, stellte die Gemeinde Königsfeld ihr Programm ein und konzentrierte sich seitdem auf andere Bereiche der Energieoptimierung. Nun lief allerdings das Bundesförderprogramm aus, weswegen man wieder mit der kommunalen Förderung starten werde, sagt Bürgermeister Link.

"Die Gemeinde kann sehr viel tun, aber wir wollen natürlich, dass auch private Gebäude mit regenerativer Energieerzeugung ausgestattet werden", erklärt der Bürgermeister. "Der größte Energiefresser sind die Gebäude im Bestand." Gefördert werden neue Photovoltaikanlagen mit 50 Euro pro Leistungseinheit Kilowatt peak, höchstens aber mit 250 Euro oder mit zehn Prozent des Kaufpreises der Anlage.

Weiter erhalten bleiben die Energiechecks, bei denen die Gemeinde die Eigenanteile für die Bürger übernimmt. So können Hausbesitzer kostenlos den energetischen Zustand des Gebäudes erfahren und erhalten unabhängige Vorschläge, wie der Strom- und Wärmeverbrauch verringert werden kann. Diese Checks gibt es bereits seit 2014 und bis 2017 seien Maßnahmen für rund 292 000 Euro umgesetzt worden, sagt Fritz Link. "Man kann merkliche Erfolge feststellen."

Insgesamt stellt die Gemeinde Königsfeld einen Fördertopf von 3000 Euro zur Verfügung – 2000 Euro für die Förderung von Photovoltaikanlagen und 1000 Euro für die Energiechecks. Die Förderanträge sind auf der Internetseite der Gemeinde zu finden und sind an die Energieagentur zu stellen. Dabei gelte das Windhundprinzip, erklärt Bürgermeister Link. Das bedeutet, dass die Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet werden.