Gleich zu zwei Sitzungen traf sich am vorvergangenen Donnerstag der Ortschaftsrat Erdmannsweiler im Dorfgemeinschaftshaus, erst in alter, anschließend in neuer Besetzung. Bevor Bürgermeister Fritz Link die Rätinnen Huanita Vazzano und Traudl Lambert verabschiedete, trug er den Wahlprüfbescheid des Landratsamts vor, der die Gültigkeit der Ortschaftsratswahlen beinhaltete.

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Zu der von Link vorgestellten Leistungsbilanz der Amtsperiode 2014 bis 2019 gehörten die energetische Sanierung des Kindergartens „Windrad“, Beschaffung und Austausch von Spielgeräten im Kindergarten und Spielplatz, Erschließung des Baugebiets „Oberdorf“ sowie der Breitbandausbau. Bei sämtlichen Bauvorhaben sei der Fokus auf die Energieeffizienz gelegt worden, unterstrich der Bürgermeister.

Der auf eigenen Wunsch ausscheidenden Traudl Lambert bescheinigte Link in der fünfjährigen Amtszeit großes Einfühlungsvermögen im sozialen Bereich. Huanita Vazzano habe den demografischen Wandel im Blick gehabt. Ihre Ideen und Anregungen seien auch im Kreistag gehört worden.

Bürgermeister Fritz Link (rechts) ehrt in der Sitzung des Ortschaftsrats Erdmannsweiler Armin Wursthorn (von links), Waltraud Polkowski und Freddy Staiger für zehn Jahre Ortschaftsrat und verabschiedet Huanita Vazzano aus dem Gremium.
Bürgermeister Fritz Link (rechts) ehrt in der Sitzung des Ortschaftsrats Erdmannsweiler Armin Wursthorn (von links), Waltraud Polkowski und Freddy Staiger für zehn Jahre Ortschaftsrat und verabschiedet Huanita Vazzano aus dem Gremium. | Bild: Lothar Herzog

Für jeweils zehnjähriges Wirken im Ortschaftsrat ehrte Link die Räte Freddy Staiger, Waltraud Polkowski und Armin Wursthorn mit der Ehrenmedaille des Gemeinde- und Städtetags und dankte allen für die geleistete Arbeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Dies verdiente Respekt und Anerkennung. In Wursthorn, seit 2009 auch Ortsvorsteher, sah der Bürgermeister die Schnittstelle zwischen Ortschaftsrat und Verwaltung. In Staiger sah Link einen heimatverbundenen und bodenständigen Rat, der mit seiner ruhigen Art überzeuge. Polkowski sei immer zur Stelle und zeige Präsenz.

Erstmals tagt am Dienstag der neue Ortschaftsrat Erdmannsweiler mit Waltraud Polkowski (von links), Dirk Flakowski, Armin Wursthorn (Ortsvorsteher), Christoph Gass, Achim Leibach und Freddy Staiger. Bilder: Lothar Herzog
Erstmals tagt am Dienstag der neue Ortschaftsrat Erdmannsweiler mit Waltraud Polkowski (von links), Dirk Flakowski, Armin Wursthorn (Ortsvorsteher), Christoph Gass, Achim Leibach und Freddy Staiger. Bilder: Lothar Herzog | Bild: Lothar Herzog

Für die Kindergärten zeichne sie sich als kompetente Ernährungsberaterin aus, hob der Rathauschef hervor. Nachdem das Ratsgremium mit den Neulingen Dirk Flakowski und Christoph Gaß erstmals gemeinsam am Ratstisch saß, erhielt es vom Bürgermeister den neuesten Gesetzestext der Gemeindeordnung. In Kürze wurden die Räte auf ihre Rechten und Pflichten, insbesondere der Verschwiegenheitspflicht und Befangenheit, hingewiesen. Gemäß der Verpflichtungsformel „Ich gelobe Treue der Verfassung“ wurde das Sextett per Handschlag in die fünfjährige Amtszeit verpflichtet. In geheimer Wahl erhielten Armin Wursthorn als Ortsvorsteher und Waltraud Polkowski als Stellvertreterin ein einstimmiges Votum. Das Duo muss noch vom Gemeinderat in dessen Sitzung am 23. Juli bestätigt werden.

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In der Einwohnerfragestunde erkundigte sich ein Bürger nach dem Stand des geplanten Radwegs von Erdmannsweiler nach Fischbach. Außerdem wurde die zum Teil bis auf den Gehweg hinaus reichenden Hecken und Sträucher von Grundstücken beanstandet, wodurch die Sicht auf die Straße beeinträchtigt wird. Nach Auskunft von Bürgermeister Fritz Link wird der Baubeginn des Radwegs erst in 2020 erfolgen, da die Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern mehr Zeit erforderten als angenommen. Bei der ausufernden Bepflanzung bat der Bürgermeister, darum, dies bei der Verwaltung zu melden, da der Gemeindevollzugsdienst nicht alles prüfen könne.