Die Orgel. Königin der Instrumente, Musik mit erhebenden Klängen, innerer Ruhe und klaren Gedanken. Diese Assoziationen weist man dem riesigen Kircheninstrument ganz bestimmt nicht zufällig zu. Die Königsfelder Orgel. Ein musizierendes Wunder in der geräumigen, prachtvollen, weiß-gold farbenen evangelischen Kirche, an dem einst, wie alle Königsfelder wissen, Albert Schweitzer so gerne gespielt hatte.

Die abwechslungsreiche sommerliche Kirchenkonzertserie, die Orgelmatinée, finde seit mehr als zehn Jahren von Mai bis September statt, erzählt Gabriele von Dressler, Gemeindediakonin der Brüdergemeine Königsfeld. Das Programm erfreue sich jedes Mal im Durchschnitt über mehr als 100 Besucher, die sowohl Einwohner aus Königsfeld und Umgebung, als auch Kurgäste seien. Im vierwöchentlichen Rhythmus würden dabei die Töne der Orgel in der evangelischen Kirche erklingen, mal als Soloinstrument, mal begleitet von verschiedenen Blasinstrumenten, fügt sie hinzu.

Der Begriff Matinée steht für morgens und die Veranstalter haben sich damals mit dieser Initiative als Ziel gesetzt, im Sommer freie Samstagvormittagskonzerte anzubieten, bei denen jeder Interessierte die Möglichkeit hat, entweder das ganze Konzert genießen zu dürfen oder einfach mal kurz reinzuschnuppern. Daher wird auch kein Eintritt verlangt, Spenden werden aber gerne angenommen. Einen Teil der gespendeten Summe erhalten die Musiker, der andere Teil dient dem Erhalt der Kirchenmusik der Brüdergemeine.

Klaus Schüller an der Orgel in der Königsfelder Evangelischen Kirche. Bild: Jochen Winckler
Klaus Schüller an der Orgel in der Königsfelder Evangelischen Kirche. Bild: Jochen Winckler

Als Nächstes, und auch als letztes in diesem Jahr, erfolgt das gemeinsame Konzert mir Klaus Schüller an der Orgel und Ágnes Suszter mit Querflöte und Gesang. Die beiden Musiker spielen seit vier Jahren äußerst erfolgreich zusammen, unter anderem auch in Königsfeld, und haben bereits ein dankbares Stammpublikum. Zu den Instrumenten passend tragen sie in erster Linie Werke der Barockzeit vor, vor allem von Johann Sebastian Bach, aber auch einige Musikstücke der Romantik und des 20. Jahrhunderts befinden sich dieses Mal im Repertoire. Vielversprechend sind die Werke des Frühbarocks, bei denen Ágnes Suszter ihre Sopranstimme harmonisch mit einbringt.