Es ist ein Großprojekt, über das am Mittwochabend im Gemeinderat diskutiert wurde. „Das Gesicht des Kurviertels wird sich verändert“, sagt Bürgermeister Fritz Link in der Sitzung. Fünf neue Mehrfamilienhäuser mit 33 Wohnungen, einer Tiefgarage und sieben oberirdischen Stellplätzen sollen in zentraler Lage zwischen Saarbrücker Weg, Mozartweg und Hermann-Voland-Straße entstehen.

Fünf Mehrfamilienhäuser sollen auf der brachliegenden Fläche zwischen Hermann-Voland-Straße, Saarbrücker Weg und Mozartweg in Königsfeld entstehen. Bei der Ansicht handelt es sich um eine unverbindliche Darstellung. Hinter dem zweiten Haus von links ist Haus fünf, das im Gemeinderat auf Kritik gestoßen ist, zu sehen.
Fünf Mehrfamilienhäuser sollen auf der brachliegenden Fläche zwischen Hermann-Voland-Straße, Saarbrücker Weg und Mozartweg in Königsfeld entstehen. Bei der Ansicht handelt es sich um eine unverbindliche Darstellung. Hinter dem zweiten Haus von links ist Haus fünf, das im Gemeinderat auf Kritik gestoßen ist, zu sehen. | Bild: Flöß Architekten BDA

Vier der Mehrfamilienhäuser sollen nebeneinander zum Mozartweg hin errichtet werden, das fünfte Haus soll auf der freien Fläche hinter den vier Gebäuden mit Eingang zur Hermann-Voland-Straße gebaut werden.

Insgesamt 3360 Quadratmeter Wohnfläche

Die gesamte Wohnfläche beläuft sich laut Tanja Jäckle, Architektin des Architekturbüros Flöß in Villingen, auf 3 360 Quadratmeter. Bei den Wohnungen handelt es sich um Zwei-, Drei-, und Vierzimmerwohnungen. Acht der Wohnungen sind Zweizimmerwohnungen, 17 Wohnungen haben drei Zimmer und acht Wohnungen sind mit vier Zimmern ausgestattet.

Haus fünf steht in der Kritik

„Mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ sieht Gemeinderat Jens Hagen (Freie Wähler) das Projekt und spricht damit vielen der Gemeinderäten aus der Seele. Positiv stimmen ihn die Aspekte, dass Wohnraum geschaffen und es eine Innenverdichtung im Ort geben wird. Es ist jedoch vor allem das Haus fünf, das nicht nur bei Hagen auf Kritik stößt: Während die vier Häuser zum Mozartweg hin dreigeschossig gebaut werden sollen, ist auf Haus fünf ein zusätzliches Dachgeschoss geplant. Es würde somit die anderen Häuser überragen.

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„Haus fünf ist zu klotzig“, sagt Marielle Dannert (Die Grünen). Frank Schwarzwälder (Freie Wähler) findet Haus fünf „zu hoch und zu tief.“ Stefan Giesel (SPD) bezeichnet das Haus als „wahnsinns massiven Pflock.“ Er sei nicht bereit, das Gebäude so hinzunehmen, mit dem Planer müsse noch einmal gesprochen werden. Auch für Bürgermeister Fritz Link wirkt das Haus im Verhältnis zum Nachbarhaus sehr hoch. Michael Schröder vom Planungsbüro Wick und Partner betonte, dass es jetzt ausschließlich um eine Einleitung des Änderungsverfahrens gehe und das Projekt anschließend wieder in den Gemeinderat gebracht werde.

Zu wenig Parkplätze befürchtet

Beate Meier (Die Grünen) äußerte Bedenken zu der geplanten Parkplatzsituation. Bei 33 Wohneinheiten mit 33 Parkplätzen zu rechnen, halte sie für praxisfern. Marielle Dannert schloss sich der Kritik an. Ein Auto pro Familie sei zu knapp berechnet, außerdem müsse man auch Besucher einkalkulieren. Link verwies auf die oberirdischen sieben Stellplätze, stellte aber auch klar, dass die Gemeinde erst am Anfang des Verfahrens stünde und es sich nur um einen Entwurf handle.

Häuser sollen zum Ort passen

Für Bürgermeister Link ist es wichtig, dass die Mehrfamilienhäuser in die Gemeinde passen. Mit französischen Mansarddächern, die, so Link, die Architektur des Ortes prägen, sollen sich die Gebäude einheitlich in das Ortsbild einfügen und gleichzeitig durch das Dach das dritte Geschoss kaschiert werden.

Anwohner äußern Bedenken

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung nannten zwei Anwohner Problematiken hinsichtlich der geplanten Baumaßnahmen wie etwa die Müllentsorgung sowie die Ein- und Ausfahrt aus der Tiefgarage. Link verwies auf unterschiedliche Gutachten, die im Rahmen der Baumaßnahmen erstellt werden und Klärung bringen sollen.

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