Wer jetzt mit dem Verein Kunstkultur Königsfeld in das Stuttgarter Opernhaus reiste, den erwartete mit dem Ballett „Die Kameliendame“ eine schaurig-schöne, mitreißende Liebesgeschichte. Zu Chopins romantisch-melodischer Musik schwebten Tänzer in zeitgetreuen Kostümen durch ein karges Bühnenbild, welches einen bestechenden Kontrast zu den prachtvollen Kleidungsstücken bot.

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Das längst ausgebuchte Stück, choreografiert vor 40 Jahren von John Neumeier nach dem Roman von Alexandre Dumas d.J., erzählt in der Sprache des Tanzes die Geschichte der leidenschaftlichen, schmerzhaften und tragisch endenden Liebe zwischen der unter Turbekulose leidenden Pariser Luxusprostituierten Marguerite und dem wohlsituierten jungen Herrn Armand.

Im Jahr 1978 nahm sich der Choreograph John Neumeier dieser Frau und dieses Romans an. Inspiriert dazu hatte ihn Marcia Haydée, Stuttgarts berühmteste Primaballerina und später auch Direktorin des Stuttgarter Balletts.

Seit 2017 fährt der Kunstverein viermal im Jahr nach Stuttgart, um dort pro Saison jeweils drei Opern und ein Ballett zu erleben. Dabei werde den Abonnenten ein voller Service geboten, erzählen Wilma und Werner Gutsch aus Weiler, die jedes Mal gerne mit dabei sind: Man fahre bequem mit dem Bus an, steige direkt am Opernhaus aus. Unterwegs sowie im Vorfeld erhalte man in den Opern-Rundmails ausführliche und kurzweilige Informaionen zu den Aufführungen. Auch das jetzige Ballettstück fand das Ehepaar überaus beeindruckend.