Ein Herz aus Ton für den Liebsten oder lieber eine Bernstein-Halskette? Egal, auch wer einfach nur bummeln und Bekannte zum Plaudern treffen wollte, für den war am Samstag und heutigen Sonntag der 11. Kunsthandwerkermarkt im Kurpark die richtige Adresse. Die Sonne strahlte bei herrlichem Spätsommerwetter mit den Besuchern um die Wetter, die Gäste wiederum kamen in großer Anzahl.

Gelegenheiten, auf dem Kunsthandwerkermarkt die Garderobe zu erweitern, gibt es genügend.
Gelegenheiten, auf dem Kunsthandwerkermarkt die Garderobe zu erweitern, gibt es genügend. | Bild: Lothar Herzog

Zu bestaunen gab es wieder unzählige handgemachte Dekoartikel für Haus, Garten und Wohnung aus den verschiedensten Materialen. Dabei zeigten sich die Anbieter wieder einmal von ihrer kreativsten Seite. Nicht nur aus Holz, Metall und Keramik zauberten sie Geschenkideen. Auch aus Wegwerfmaterialien wie Altholz, verschlissenen Dach- und Firstziegeln, Dosen und Kästchen wurde etwas Nützliches hergestellt, das dem Betrachter sofort ins Auge fiel. Selbst wer bisher schon oft auf dem Markt zu Gast war, konnte viel Neues entdecken.

Bei Weidenbauer Hubert King aus Sulgen gibt es allerlei Dekorarktikel aus Weiden und Holz.
Bei Weidenbauer Hubert King aus Sulgen gibt es allerlei Dekorarktikel aus Weiden und Holz. | Bild: Lothar Herzog

Bei Jürgen Asal aus dem Hotzenwald gab es Designerstücke aus Eisenbuchenholz. Wie er erläuterte, wird das Eichenholz zwei Jahre lang im Eiswasser gelagert, bis es nach dem Gärprozess verarbeitet wird und eine längere Haltbarkeit erreicht. Auch die Puppenklinik aus Vogtsburg am Kaiserstuhl war erstmals dabei. Bei dem Anblick erwacht das Kind wieder in der Frau und alte Erinnerungen kommen auf. Kinderpuppen gibt es auch noch an einem anderen Stand, allerdings wird hier nichts repariert, sondern Kleider genäht. Hubert King aus Sulgen gehört mittlerweile schon zu den Stammgästen auf dem Kunsthandwerkermarkt. Trotzdem kann man bei ihm immer etwas Neues finden. Bei Kursen in seinem Seminarhaus bietet er an, in die Welt der Weiden einzutauchen und selber kreativ zu werden.

Wer bei der Blindenwerkstatt der Stiftung St. Franziskus etwas kauft, leistet einen Beitrag für einen sozialen Zweck.
Wer bei der Blindenwerkstatt der Stiftung St. Franziskus etwas kauft, leistet einen Beitrag für einen sozialen Zweck. | Bild: Lothar Herzog

Wie kommt denn eine Kuckucksuhr in einer Flasche? Die Antwort darauf verrät Jörg Proy aus Villingen-Schwenningen: „In Einzelteilen, mit viel Leim und einer langen Pinzette“. Mit dem Slogan „So lange mir der Schal passt, mache ich keine Diät“ betreibt die Schalmanufaktur Werbung in eigener Sache. Beim Rundgang durch den Kurpark bietet sich zwischendurch ein Fußbad im eiskalten Wasser des Kneipp-Beckens an. Wer es nutzt, freut sich über die angenehme Wirkung.

Nicht nur was für die kleinen Besucher: Bei diesen Puppen erwacht das Kind in der Frau.
Nicht nur was für die kleinen Besucher: Bei diesen Puppen erwacht das Kind in der Frau. | Bild: Lothar Herzog

Stöbern, bummeln und tratschen macht bekanntlich hungrig und durstig. Auch dafür hatte Marktorganisatorin Carola Stern mit ihrem Team gesorgt. Sitzmöglichkeiten gab es genügend im Zelt und davor sowie auf der Terrasse des Cafés. Von dort aus konnten die Besucher das rege Markttreiben beobachten, sich vom Plätschern des Springbrunnens berieseln und die Seele baumeln lassen.