Hier wird nicht lange gefackelt: Die Musik gibt die ersten Töne von sich und schon steht das närrische Volk auf den Tischen und schunkelt, singt und tanzt. Richtig – wir sind in Burgberg beim Ball der Bettelwieber.

Zunftmeister Roland Weißer begrüßte viele bekannte und ein paar neue Besucher, die gerne der Einladung zum Ball gefolgt waren. Man hatte zum "orangenen Ball" geladen und in der kleinen Burgberger Schulhalle hatte man das Gefühl, hier sitzt der gesamte Königsfelder Bauhof und feiert mit Kollegen. Denn die Farbe Orange, wie sie auch bei Warnwesten verwendet wird, dominierte ganz eindeutig die Szene. Die Decke in der Burgberger Schulhalle war mit vielen orangebunten Luftballons geschmückt und an den Wänden setzten bunte Früchte und orangenes Gemüse die Dekoration fort. Zwar wagte sich auch schon mal ein grün gekleidetes Etwas unter die Menge und die Mitglieder der drei geladenen Guggenmusiken traten in ihren traditionellen Häsern auf, aber ansonsten – alles orange.

Das Publikum ließ sich nicht lange bitten, beim ersten Ton der Guggenmusiker aus Peterzell standen die meisten Gäste schon auf Tischen und Bänken. Bilder: Rüdiger Fein
Das Publikum ließ sich nicht lange bitten, beim ersten Ton der Guggenmusiker aus Peterzell standen die meisten Gäste schon auf Tischen und Bänken. Bilder: Rüdiger Fein

Und noch etwas dominierte den Abend in der Schulhalle: die Guggenmusiker. Sie kamen aus Peterzell, die Fetzä Bätscher aus Villingen-Schwenningen waren in Burgberg mit von der Partie und aus Fischbach kamen die Ohrwürmer, um den Bettelwiebern musikalisch ihre Aufwartung zu machen. Neben der Tanzgruppe Outride der Turngemeinschaft Schwenningen, dem Frauenballett aus Burgberg und dem Männerballett beherrschten die Musiker die Szene in der Burgberger Schulhalle.

Die dem Vereinsnamen zugrunde liegende Bettelwieber Sage, aufgeführt von aufgeführt von Robert Braun und Mona Bregenzer gehört zum festen Programm.
Die dem Vereinsnamen zugrunde liegende Bettelwieber Sage, aufgeführt von aufgeführt von Robert Braun und Mona Bregenzer gehört zum festen Programm.

Zuvor aber hatten die Burgberger Bettelwieber die dem Vereinsnamen zugrunde liegende Bettelwieber-Sage inszeniert. Burgherr Robert Braun und Bettelwieb Mona Bregenzer standen auf der Bühne und den Dialog, an dessen Ende der Fluch des Bettelwiebs stand, führten Carmen Wurzer und Kay Zwick. "Von dieser Burg wird eines Tages nur noch soviel übrig sein wie von meinem letzten Zahn", so lautete die Weissagung des Bettelwiebs Mona, das ein ums andere Mal um Einlass und ein Stück Brot gebeten hatte. Für eine kurze Unterbrechung der musikalischen und tänzerischen Darbietungen sorgten auch noch die Zwillinge, die von Robert Braun und Benjamin Weißer dargestellt wurden.

Die Stimmung beim "orangenen Ball" war von Beginn an super.
Die Stimmung beim "orangenen Ball" war von Beginn an super.

 

Die Mitwirkenden

Roland Weißer, Robert Braun, Mona Bregenzer, Carmen Wurzer, Kay Zwick, die Tanzgruppe „Outride“ des TG-Schwenningen, Nadine Binder, Dorothea Hettich, Sarah Lehmann, Yvonne Weißer, Annette Weißer, Sabrina Kasischke, Bianca Schneider, Lisa Lange, Corinna Braun, Svenja Walter, Benjamin Weißer, Maximilian Weißer, Björn Schreib, Matthias Braun, Tomas Lemcke, Moritz Günther, Manfred Weißer, Martin Schwarzwälder und Christian Hettich.