Der Gemeinderat Königsfeld befasste sich in der Sitzung am Mittwochabend vor allem mit dem Haushalt für 2019 und der Baugebietsentwicklung im Ortsteil Burgberg. Der Entwurf der Haushaltssatzung im Haushaltsplan 2019 wurde von Bürgermeister Fritz Link ausführlich erläutert.

  • Zwei Millionen Euro weniger: "In 2018 hat Königsfeld das bisher größte Haushaltsvolumen in Höhe von knapp 22 Millionen Euro geschultert", sagte Bürgermeister Link. Im kommenden Jahr werden es 19 732 650 Euro sein. "Und deswegen müssen wir jetzt den Gürtel enger schnallen", kündigt Fritz Link vorsichtshalber an. Vor dem Blick in die "Fibel" der Haushaltssatzung erläuterte Bürgermeister Link die allgemeine Situation der Gemeinde Königsfeld.
  • Mehr Geld vom Land: Bei den Steuern 2017 fiel das landesweite Plus mit 7,88 Prozent um 200 Millionen Euro höher als erwartet aus. Durch verstärkte Vorwegentnahmen in der kommunalen Finanzausgleichsmasse erholten sich die Schlüsselzuweisungen um 2,6 Prozent. Nach der Herbst Steuerschätzung 2018 können die Kommunen im Jahr 2019 mit Steuereinnahmen in Höhe von rund 114 Milliarden Euro, einer Erhöhung um 2,7 Prozent, ausgehen. Von zentraler Bedeutung für Königsfeld sind die Schlüsselzuweisungen, die 2018 1326 Euro je Einwohner und 2019 sogar 1400 Euro betragen.
  • Stadt plant weniger Investitionen: Das im Vergleich zum Vorjahr rund 20 Prozent geringere Investitionsvolumen in Höhe von rund 2,95 Millionen Euro entfällt im Wesentlichen auf die Neugestaltung des Zinsendorfplatzes mit 503 000 Euro, die Breitbandverkabelung in Buchenberg mit 550 000 Euro, auf die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für Buchenberg mit 348 700 Euro, auf die Generalsanierung der Grundschule Königsfeld mit 350 000 Euro und auf den Straßen- und Wegebau mit 264 300 Euro. Für die Kanalsanierung und deren Ausbau werden 129 000 Euro erforderlich.
Bild: Ellen Knopp
  • Baugebiet Winterberg West: Die Erschließung des Baugebiets "Winterberg West" in Burgberg hat bis jetzt schon eine lange Vorbereitung. "Es ist nicht gelungen, die vorgesehene Gesamtfläche zur Baulandgewinnung zu bekommen", stellt Bürgermeister Link fest. Nun sind 1,7 Hektar Baufläche ausgewiesen. Durch eine Ringerschließung werden die 19 entstehenden Bauplätze verbunden werden, erklärte Michael Schröder von Wick und Partner. Insgesamt stehen 10 200 Quadratmeter Nettobauland zur Verfügung. Eine über das Bauland führende Stromleitung werde im Boden unter dem Gebiet durchgeführt. Der Verkaufspreis je Quadratmeter wird entsprechend der Hanglage 165 Euro betragen. Derzeit seien vier Bewerber vorhanden, sagt der Bürgermeister. Burgbergs Ortsvorsteher Frank Schwarzwälder resümierte zum gescheiterten Geländeankauf durch die Gemeinde: "Den Leuten liegt nicht viel an der Entwicklung des Ortes." Gemeinderat Jan-Jürgen Kachler erklärte, dass der Ort Burgberg sich nur weiter halten könne, wenn junge Familien zuziehen. Gemeinderat Stefan Giesel kritisierte den Quadratmeterpreis. "Burgberg hat Null Infrastruktur. Ich finde den Preis an der Obergrenze."