Die Wahl ist entschieden. Uwe Kaiser ist Immendinger Glatzenkönig 2022, zu seinem Vize wurde Schultes Manuel Stärk gekürt. Platz drei erreichte Horst Bausch.

Penible Messung geht voraus

Das Wahlergebnis ging, wie jedes Jahr an diesem Höhepunkt der Immendinger Fasnet, aus einer peniblen Messung hervor. Die ermittelten kahlen Flächen betrugen bei Uwe Kaiser 750 Quadratzentimeter, bei Manuel Stärk 576 und bei Horst Bausch 450 Quadratzentimeter.

Die Immendinger Glatzenkönige 2022 sind gekürt. Gewonnen hat Uwe Laiser (von links). Es folgen Schultes Manuel Stärk als Vizekönig und ...
Die Immendinger Glatzenkönige 2022 sind gekürt. Gewonnen hat Uwe Laiser (von links). Es folgen Schultes Manuel Stärk als Vizekönig und Horst Bausch, der den dritten Platz belegt. | Bild: Franz Dreyer

Coronabedingt gab es bei der Wahl Unterschiede zu den Vorjahren. Die Ermittlung der Königswürde erfolgte nicht wie sonst in einer Gaststätte, sondern auf dem zentral eingerichteten Fasnetplatz vor dem Oberen Schloss.

Zwölf Teilnehmer im Wettbewerb

An dem lustigen Wettstreit beteiligten sich zwölf Männer, die sich mit einer großen Glatze rühmen konnten. Eine Glatze soll kein körperlicher Schaden und auch keine Behinderung sein, vielmehr brauche Schönheit Platz, so die Beurteilung durch die Akteure der Zunft.

Unüberhörbar begleiten die Ill Basaltos das Glatzkopfmessen.
Unüberhörbar begleiten die Ill Basaltos das Glatzkopfmessen. | Bild: Franz Dreyer

Ehrennarrenrat Martin Hall sah die Sache mit den blanken Flächen noch differenzierter: Männer mit einer hinteren Insel sind starke Liebhaber, eine Stirnenglatze deutet auf große Denker. Männer mit beiden Eigenschaften denken sie sind besonders starke Liebhaber, so seinen launigen Erläuterungen.

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Weil es offenbar auch zu Wettkampf eine närrische Verordnung gibt, musste die Vermessung der Kahlköpfe durch zwei Experten erfolgen. In die Aufgabe als Vermessungsakteure schlüpften die in einem närrischen Studium zu Experten ausgebildeten ehemaligen Zunftmeister Helmut Börtzler und Peter Grieninger.

Roswitha Burkart, Ulrike Graupner und Marlies Knoblauch (von links) genießen das Fasnetprogramm.
Roswitha Burkart, Ulrike Graupner und Marlies Knoblauch (von links) genießen das Fasnetprogramm. | Bild: Franz Dreyer

Akribisch genau meisterten sie ihren Part. Mit viel Gaudi wurde die Länge und die Breite der haarlosen jeweils Fläche ab der Nasenwurzel ermittelt. Der ehemalige Zunftsäckler Michael Abert setzte das Rechenzentrum der Zunft in Gang und fütterte dieses mit den erhobenen Datenmengen.

Rang prangt auf der Stirn

Die Spannung stieg immer mehr. Doch dann stand bald das Ergebnis fest. Unter dem dröhnenden Applaus des Publikums wurden die Sieger mit dem Glatzköpfe-Orden ausgezeichnet. Der erreichte Rang wurde ihnen in großen Ziffern auf die Stirn geschrieben.

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Der Brauch geht auf eine närrische Idee zurück, die bei einer ausgiebigen Zecherei im Jahr 1910 geboren wurde. Nach einer längeren Pause wurde das Glatzkopfmessen im Jahr 1988 wieder eingeführt.