Cadillac, Chevrolet, Pontiac, Ford, Dodge, Oldsmobile, Corvette, Jeep, Hummer und viele mehr, dazu imposante Harley-Motorräder sind nach dreijähriger Pause erstmals wieder in Immendingen zu sehen.

Die Modelle reichen von Straßenkreuzern, über Sportwagen, Vans, Pickups und Militärfahrzeuge bis zu Oldtimern, sogar aus den 1920er- und 1930-er-Jahren. US-Autos neuester Baujahre strotzen mit Motorenstärke. Veranstalter des Treffens ist der Sportverein 1920 TuS Immendingen, der eng mit Michael Flum, dem Gründer der American-Car- und Bike-Meetings zusammenarbeitet.

Mit 19 Jahren Harley gefahren

Der 48-jährige Wahl-Immendinger ist schon mehr als sein halbes Leben lang ein Liebhaber von US-Fahrzeugen. „Ich mag den American Way Of Drive“, schwärmt Michael Flum über die amerikanische Art des Fahrens. Kein Wunder war dann auch ein Harley-Davidson Motorrad, Baujahr 1948, das erste Fahrzeug, das er mit 19 Jahren sein eigen nannte. Seine Gefährte blieben made in USA.

Wechsel zu den V8-Motoren

„Ich kann sie nicht mehr alle aufzählen“, so der Autofreak. Jedenfalls folgte irgendwann der Wechsel zu Autos und V-8-Motoren. Heute ist ein 1955-er Chevrolet Bel Air Gasser, ein Rennfahrzeug mit Straßenzulassung, sein ganzer Stolz.

Amerikanische Autos sind seine Leidenschaft: Michael Flum mit einem orangefarbenen 1969-er-Chevrolet El Camino und einem schwarzen ...
Amerikanische Autos sind seine Leidenschaft: Michael Flum mit einem orangefarbenen 1969-er-Chevrolet El Camino und einem schwarzen Chevrolet Bel Air Gasser von 1955. | Bild: Jutta Freudig

Wenn er den wuchtigen schwarzen Wagen fürs Foto aus der Garage holt, dann dröhnen die Ohren vom tiefen Motorensound. 2005 zog Michael Flum nach Immendingen und begann bei zwei Hoffesten seine Leidenschaft für amerikanische Fahrzeuge mit Freunden und Nachbarn zu teilen.

US-Fahrzeuge in Hof und Garage

Wer heute zu Michael Flum kommt, der sieht auf dem Hof, in der Garage und im stylischen Hot-Rod-Shop überall US-Fahrzeuge und Memorabilien rund um die Welt der amerikanischen Mobilität. Da wird geschraubt, gestaunt, gelacht, da gibt es Fachsimpeleien, da sind mitunter auch weltbekannte Persönlichkeiten zu Besuch.

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Wie 2012 Herb Martinez aus Kalifornien, ein Pin-Stripe-Künstler, der es versteht, Autos mit freier Hand mit Kunstwerken aus hauchdünnen Linien zu versehen. Natürlich zeigte Martinez seine Kunst auch bei einem American-Car-Treffen in Immendingen.

Faszinierend ist ein Blick ins Innere des Chevrolet Bel Air Gasser. Es handelt sich um einen Rennwagen, der Straßenzulassung besitzt.
Faszinierend ist ein Blick ins Innere des Chevrolet Bel Air Gasser. Es handelt sich um einen Rennwagen, der Straßenzulassung besitzt. | Bild: Jutta Freudig

Die Initiative zu einem großen Auto- und Motorrad-Meeting ergriff Michael Flum erstmals 2008, damals noch unterstützt durch einen regionalen US-Car-Club. Anfangs waren es insgesamt etwa zwei-, dreihundert Fahrzeuge, die noch im Immendinger Freizeitzentrum und teils auf der Wiese in Richtung des Ortsteils Zimmern ausgestellt wurden.

2019 waren es 400 Autos und 300 Bikes

Schnell mauserte sich die Veranstaltung dann aber zum wohl inzwischen größten Event in der Donaugemeinde. „Beim letzten Treffen 2019 waren es etwa 400 Autos und 300 Bikes“, so der Initiator. Inzwischen wechselte man den Standort in die Ortsmitte und angesichts des riesigen Zuspruchs und Aufwands suchte Flum organisatorische Unterstützung bei den Immendinger Vereinen.

Einige tausend Besucher bestaunen beim neunten US-Car-Treffen 2017 die auf dem Schulgelände ausgestellten, amerikanischen Autos.
Einige tausend Besucher bestaunen beim neunten US-Car-Treffen 2017 die auf dem Schulgelände ausgestellten, amerikanischen Autos. | Bild: Jutta Freudig

TuS Immendingen ist Veranstalter

„Wir werden etwa 60 bis 80 Helfer für das aufwendige Catering, für die Einweisung der Fahrzeuge und die Organisation des Meetings stellen“, erklärt Mario Sterk vom Vorstandsteam des Sportvereins 1920 TuS Immendingen. Selbstverständlich werden die Auto- und Motorradfans mit Steak (und Grillwürsten) versorgt. Als Überbleibsel aus der Corona-Zeit wird zugunsten von Flaschenbier auf gezapftes Bier verzichtet. Der TuS kümmert sich auch um ein Kinderprogramm und die Infrastruktur des Treffens, wie den Biergarten oder die Stände für die Händlermeile.

V-8-Soundcontest und Dragster

Als einer der größten Zuschauermagneten des Rahmenprogramms erwies sich bisher immer der V-8-Motoren-Soundcontest um die Mittagszeit, den es am 19. Juni wieder geben wird. Wettbewerbe gibt es auch erneut um die weiteste Anreise, den ältesten Teilnehmer oder das originellste Gefährt.

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Die mitwirkenden Autobesitzer sind international, kommen aus der Schweiz, aus Österreich, aus Frankreich und weiteren Ländern. „Aus Deutschland war die weiteste Anreise einmal 600 Kilometer lang“, so Flum. Geplant ist außerdem die Präsentation von Dragstern. Für passende Live-Musik sorgt die Gruppe „Ballroom Stompers“.

Amerikanische Autonummern aus Texas, Kalifornien, Hawaii, Mississippi oder Tennessee sind in Michael Flums Hot-Rod-Shop zu sehen.
Amerikanische Autonummern aus Texas, Kalifornien, Hawaii, Mississippi oder Tennessee sind in Michael Flums Hot-Rod-Shop zu sehen. | Bild: Jutta Freudig

Bei gutem Wetter großer Zuspruch erwartet

Das elfte American-Car- und Bike-Meeting dauert am Sonntag, 19. Juni, von 11 bis 17 Uhr. Ausstellungsgelände ist die Immendinger Ortsmitte beim Schloss. Eintritt wird nicht verlangt. Die Veranstalter hoffen auf gutes Wetter, denn bei Regen bleibt mancher Oldtimer und manches Cabrio in der Garage und das Flanieren zwischen den ausgestellten Autos macht nicht so viel Freude. „Bei gutem Wetter könnte das Treffen ein großer Erfolg werden, denn die Leute sind nach der langen Zeit ausgehungert nach solchen Events“, schätzt Michael Flum.

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