Der hohe Wahlsieg am Sonntagabend und die nun anstehende neue Aufgabe als Bürgermeister von Kolbingen bringen für den Immendinger Christian Abert zunächst nur wenige private Veränderungen. Zwar gibt er nach einer Übergangszeit bis zum voraussichtlich Mitte Mai bevorstehenden Amtsantritt seine bisherige Stelle als Standortleiter Gebäudetechnik der Firma Apleona auf. Der 32-Jährige hat aber ein Haus in Immendingen und wird mit Frau und zwei Kindern weiter in der Donaugemeinde wohnen. Vorerst will er auch seine Ehrenämter, darunter als Gemeinderat, nicht aufgeben.

„Ich habe von Anfang an in meinem Wahlkampf gesagt, dass ich im Fall einer Wahl zum Kolbinger Bürgermeister in Immendingen bleibe“, so Christian Abert. Die 81,1 Prozent der Wähler, die für ihn gestimmt haben, wussten also, dass der neue Rathauschef nicht umzieht. „Das ist in den Heuberggemeinden gar nicht so unüblich“, erklärt Abert. Zwei der wesentlichen Gründe für den Verbleib im Heimatort sind der erst vor kurzem vollzogene Hauskauf und der anstehende Schul- beziehungsweise Kindergartenbesuch seiner beiden Kinder Emil (5) und Ida (2).

Gleichzeitig Bürgermeister und Gemeinderat – das geht

„Mein Amt als Immendinger Gemeinderat nehme ich grundsätzlich einmal weiter wahr“, so Christian Abert außerdem. Die Tätigkeiten als Bürgermeister in der einen und Gemeinderat in der anderen Gemeinde würden sich nicht ausschließen. „Sollte die zeitliche Belastung mit beiden Ämtern auf Dauer zu viel werden, schließe ich aber nicht aus, dass ich einen entsprechenden Antrag stelle, aus dem Gemeinderat auszuscheiden.“

Vorerst noch offen ist die Frage, wie es mit Aberts Vorsitz im CDU-Ortsverband Immendingen weitergeht. „Bei der Orts-CDU stehen Vorstandswahlen an, seit es Corona gibt“, betont er. Verschiedene Vorstandsämter gelte es neu zu besetzen, was aber im Moment noch immer nicht geregelt werden kann. Aktive Mitgliedschaften hat der künftige Bürgermeister ferner in der Gemeindemusikkapelle Immendingen und beim Tennisclub. Auch diese möchte er möglichst beibehalten.