Die evangelische Pfarrgemeinde Immendingen hat mit der Suche nach einem Nachfolger für Pfarrerin Silke Bauer-Gerold begonnen. Die Seelsorgerin und ihr Mann Pfarrer Thomas Gerold werden die Region im Sommer für neue Aufgaben verlassen.

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Der Kirchengemeinderat unter Leitung der Vorsitzenden Heike Averhage hat bereits erste Schritte für die Wiederbesetzung der Pfarrerstelle, die für 1100 Gemeindemitglieder in Immendingen und rund 300 Protestanten im Kirchtal zuständig ist, eingeleitet. Dafür ist allerdings ein aufwendiges Verfahren nötig, und noch ist ungewiss, ob sich angesichts des Priestermangels rasch Bewerber finden.

Vielfältige Aufgaben für Pfarrer

Das Amt des Pfarrers oder der Pfarrerin der Immendinger Versöhnungskirche ist nicht ganz einfach: Der Dienstauftrag erstreckt sich zu 75 Prozent auf die evangelischen Christen in der Donaugemeinde und zu 25 Prozent auf die Kirchtalgemeinden.

Zudem übernimmt der Immendinger Pfarrer noch den Konfirmandenunterricht und die Geschäftsführung für die Region Immendingen und Geisingen, da der evangelische Pfarrer in Geisingen nur eine halbe Stelle hat. Aufgrund dieser Konstellation sind beim Findungsverfahren für den neuen Immendinger Priester neben allen Mitgliedern des örtlichen Kirchengemeinderats auch drei Geisinger Räte beteiligt.

Online-Konferenz am 30. März

Als Vorsitzender dieses Wiederbesetzungsgremiums ist Gerhard Leibold, Pfarrer im Ruhestand und reguläres Mitglied des Immendinger Kirchengemeinderats, designiert. Nach ersten Vorbereitungen tagt das Gremium seiner Auskunft zufolge in einer weiteren Online-Konferenz am Dienstag, 30. März, zu der Prälat Christian Rose von der seitens der Evangelischen Landeskirche zuständigen Prälatur Reutlingen zugeschaltet wird.

Bei dieser Beratung werde der Text der Stellenausschreibung für den neuen Pfarrer festgelegt. Diese erscheint dann innerhalb einer Frist von rund sechs Wochen in „Arbeit und Besinnung“ – laut Gerhard Leibold eine Zeitschrift für die evangelische Pfarrerschaft in Württemberg.

Oberkirchenrat trifft Auswahl

Die interessierten Bewerber können sich innerhalb von zwei Wochen für die Stelle melden, ehe der Oberkirchenrat in Stuttgart eine Auswahl trifft und einen oder mehrere Vorschläge an das örtliche Wiederbesetzungsgremium unterbreitet. „In unserem Fall wäre eigentlich ein Wahlverfahren unter mehreren Bewerbern an der Reihe“, erklärt der Gremiums-Vorsitzende Leibold. Möglicherweise könne es aber in Ermangelung einer ausreichenden Bewerberzahl auch nur ein Benennungsverfahren geben.

Das Wiederbesetzungsgremium lade den oder die interessierten Pfarrer zur Vorstellung ein und besuche in der Regel auch einmal deren aktuelle Kirchengemeinde und einen dortigen Gottesdienst. Nach Ende dieses – beim Benennungsverfahren auf vier Wochen, bei einer Wahl auf eine längere Frist festgelegten – Verfahrens meldet das Gremium dem Oberkirchenrat die getroffene Auswahl.

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Dieser muss den neuen Pfarrer bestätigen, ehe je nach der Situation in dessen bisheriger Pfarrei, der Termin seines Amtsantritts in Immendingen und seiner späteren offiziellen Investitur festgelegt wird. Gerhard Leibold hofft, dass sich trotz des Priestermangels und der großen Zahl von Pfarrern, die jüngst in den Ruhestand gewechselt haben, Interessenten für die Immendinger Stelle finden.