Seit Donnerstag werden die Realschüler von vier Klassen der Reischachschule Immendingen im Wechsel unterrichtet. Jeweils die Hälfte der Acht- und Neuntklässler erhält Präsenzunterricht in der Schule oder lernt zu Hause über eine Kommunikationsplattform. Nach einer vom Land Baden-Württemberg am Mittwoch erlassenen Corona-Verordnung für Schulen hatte der Landkreis Tuttlingen darauf hingewiesen, dass die Voraussetzungen für den Wechselunterricht im Kreisgebiet erfüllt seien, da der Inzidenzwert der letzten sieben Tage die Schwelle von 200 überschritten habe.

Einige Klassen von der Wechsel-Regelung ausgenommen

Schulleiterin Gabrijela Sulc und das Lehrerkollegium begannen sofort mit den organisatorischen Planungen für Real- und Werkrealschüler des Schulverbunds. „Die Klassen fünf, sechs und sieben der beiden Schulen erhalten weiter zu hundert Prozent Präsenzunterricht“, erklärte die Rektorin. Von der Wechsel-Regelung ausgenommen seien außerdem Abschluss- und Prüfungsklassen. Das bedeutet bei der Reischachschule, dass die Neuntklässler der Werkrealschule und die Zehntklässler der Realschule ebenfalls weiter komplett in der Schule unterrichtet werden.

„Die Klassen fünf, sechs und sieben der beiden Schulen erhalten weiter zu hundert Prozent Präsenzunterricht.“ Schulleiterin Gabrijela Sulc über den Wechselunterricht an der Reischachschule Immendingen.
„Die Klassen fünf, sechs und sieben der beiden Schulen erhalten weiter zu hundert Prozent Präsenzunterricht.“ Schulleiterin Gabrijela Sulc über den Wechselunterricht an der Reischachschule Immendingen. | Bild: Jutta Freudig

Da der Wechselunterricht ab der achten Klasse eingeführt werden soll, betrifft er jeweils zwei achte und neunte Klassen der Realschule. Jede der vier Klassen wurde in zwei Gruppen zu je rund zwölf Schülern eingeteilt, von denen eine bereits seit Donnerstag in der Schule, die andere daheim unterrichtet wird. Ab der nächsten Woche wechseln die Gruppen dann mit dem Präsenzunterricht und der Heimbeschulung.

Zu Hause steht eine Kommunikations-Plattform zur Verfügung. Die Lehrer laden dort den entsprechenden Stoff hoch. „Mit Videokonferenzen und Chats gibt es zusätzliche Möglichkeiten“, so die Rektorin. Werden Klassenarbeiten geschrieben, finden sie für beide Gruppen der jeweiligen Klasse am gleichen Tag statt, in einem Fall morgens, im anderen nachmittags. Für klassenübergreifenden Unterricht von Jahrgangsstufen, etwa in Religion oder Informatik, gibt es eigene Lösungen.

Achtklässler der Werkrealschule haben Präsenzunterricht

Was die Achtklässler der Werkrealschule angeht, befindet sich die Schule in einer recht günstigen Lage, denn die beiden achten Werkrealschulklassen werden auch zu normalen Zeiten nur von je 14 Schülern besucht. Das heißt, sie sind so klein, dass in ihren Klassenzimmern weiter der übliche Unterricht mit Masken und unter Einhaltung von Abständen möglich ist. „Dann haben wir an unserer Schule noch 14 Schüler, die derzeit aus gesundheitlichen Gründen nur zu Hause unterrichtet werden“, erläutert Sulc. Sie seien gesund und nicht in Quarantäne, vielmehr handle es sich in diesen Fällen um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Erste Regelungen, was den Wechselunterricht angeht, hat die Rektorin auch für die Tage vor den Weihnachtsferien getroffen, allerdings ändern sich hier mit der Corona-Situation in schneller Folge die politischen Vorgaben. In zügig verfassten Schreiben informiert Gabrijela Sulc jeweils die Eltern über die aktuelle Vorgehensweise.