Vorfreude auf den Bibliotheksbesuch und ein wenig Rückkehr zur Normalität würden sich die Nutzer der wöchentlich donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffneten Gemeindebücherei Immendingen wünschen. Am 18. März konnten sie nach Ende des zweiten Corona-Lockdowns mit Voranmeldung und unter Hygienevorgaben erstmals wieder in die Räume mit den langen Bücherregalen zurückkehren. An diesem Donnerstag gelten nun wegen des über der Grenze von 100 liegenden Inzidenzwerts im Kreis Tuttlingen neue Einschränkungen. Die Bibliothek bleibt aber zur Abholung oder zum Abgeben von Büchern nach zuvor telefonisch vereinbartem Termin geöffnet. Gleiches gilt voraussichtlich für den Gründonnerstag.

„Die Leute hatten sich so gefreut und streng an die vorgegebenen Regeln gehalten“, berichtete Büchereileiterin Claire Bourneton-Gerlach nach dem ersten Öffnungstag vor einer Woche. Unter der Rufnummer (0 74 62) 2 42 53 fanden für die seit Dezember erstmals wieder geöffnete Gemeindebücherei Terminabsprachen statt. Immer nur ein Nutzer durfte für 15 Minuten die Räume betreten, seine Auswahl treffen oder Bücher abgeben.

Den Lockdown mit Hilfe von Büchern überstehen

Die Kunden der kleinen Bibliothek mit knapp 3000 Medien seien trotz des langen Wartens und des neuerlichen Hin und Her sehr treu. „Was ich beobachte, ist, dass unsere Nutzer sich jetzt mit mehr Büchern eindecken, um eventuelle längere Schließungen zu überbrücken“, sagt die Leiterin, die im Übrigen sehr die normalen Zeiten bei der Nutzung der Leseräume vermisst. „Die Kinder, die mit Müttern oder Geschwistern gekommen sind, hier Bücher angeschaut, Kassetten gehört und in der Kinderabteilung gespielt haben, kommen nicht mehr“, bedauert Claire Bourneton-Gerlach.

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Neuanschaffungen von Büchern hat die Leiterin in diesem Jahr noch nicht vorgenommen. „Was soll ich Bücher kaufen, wenn niemand kommen kann, um sie zum Lesen abzuholen?“, sagt sie. Da die Bücherei kein EDV-System nutzt, ist die Bücherauswahl auch online nicht möglich.