683 Kubikmeter Beton und 66 Tonnen Stahl wurden für die Betonarbeiten benötigt, 120 Kubikmeter Holz für das Dachtragwerk. Entstanden ist ein gewaltiger Neubau, der einmal acht Fahrzeugplätze, die Einsatzzentrale und Technik sowie Räume für 60 Feuerwehrmänner, zehn Feuerwehrfrauen und 16 Jungwehrleute beherbergen wird.

Seit Dienstagabend thront der Richtbaum auf dem Dach des neuen Immendinger Feuerwehrhauses. Das zukunftsweisende Projekt soll im Herbst nächsten Jahres fertig sein. Knapp fünf Millionen investiert die Gemeinde.

Ein wichtiger Meilenstein

Bürgermeister Manuel Stärk bezeichnete das Feuerwehrhaus beim Richtfest als einen wichtigen Meilenstein. „Es ist das größte Hochbauprojekt der Gemeinde seit Jahrzehnten“, erklärte er und wies auf den hohen Aufwand hin, den der Bau erfordere. „Mit dem Neubau stellen wir uns den Herausforderungen der Zukunft“, hob der Bürgermeister weiter hervor. Angesichts zunehmender Naturkatastrophen und Schadensszenarien seien die Anforderungen an die Feuerwehr gewachsen, auch wenn Immendingen bislang noch kaum in stärkerem Maß betroffen war.

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Stärk ging in seiner Rede auch auf die Baugeschichte ein, die mit der Standortentscheidung für den Bereich Hinterwieden 2018 begonnen hatte, sich dann über die Finanz- und Bauplanung bis 2021 hinzog und mit den ersten Vergaben von Bauarbeiten im Oktober 2021 konkret wurde.

Fast genau ein Jahr vor dem Richtfest fand im November 2021 der Spatenstich statt. Bis dahin habe man in Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Planern einige Abstriche an der ursprünglichen Planung gemacht. Dennoch liegen die Baukosten jetzt rund neun Prozent über den ersten Schätzungen.

Michael Ohnemus von den ArGe Architekten in Waldkirch, der zusammen mit seinen Architektenkollegen Peter Bayer und Thorsten Gerke die Bauleitung hat, schilderte nach dem Richtspruch durch die Zimmerleute der Holzbaufirma Amann detailliert die bisherigen Arbeiten und ging auf alle am Bau beteiligten Planer und Firmen ein.

Ein besonderer Tag

Als einen „besonderen Tag für die Feuerwehr Immendingen“ bezeichnete Abteilungskommandant Winfried Heitzmann den Richtfesttag, den seine Feuerwehrkameraden im Gegensatz zum coronabeschränkten Spatenstich auf der Baustelle zünftig mitfeierten.

„Ich bin der Meinung, wir haben für unser Feuerwehrhaus den schönsten Platz gefunden“, sagte Heitzmann und hob hervor, dass die Feuerwehr bei Vorbereitung, Planung und Bau stets eng mit der Gemeinde zusammengearbeitet habe und sich mit aller Kraft einbringe. Auch in Eigenregie mögliche Arbeiten wie das Freimachen des Bauplatzes oder Fliesenarbeiten im Obergeschoss übernehmen Mitglieder der Feuerwehr.

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„Wir bekommen ein angemessenes und wunderbares Feuerwehrhaus, auch für die Zukunft“, war sich Heitzmann sicher und dankte Gemeinde und Gemeinderat, allen am Bau Beteiligten sowie Kreisbrandmeister Andreas Narr, der ebenfalls zum Richtfest gekommen war.

Acht Stellplätze

Das neue Feuerwehrhaus ist ein einfaches, rechteckiges und effizientes Gebäude mit acht Stellplätzen für Fahrzeuge und Abrollcontainer. Im Erdgeschoss sind auch die Alarmgarderoben für Feuerwehrmänner, -frauen und Jugendwehr, die Einsatzzentrale und Technik untergebracht.

Im Obergeschoss gibt es einen Schulungsraum für hundert Personen, Jugend- und Sozialräume. Außerdem ist ein Übungshof mit Waschplatz vorhanden. Verzichtet wurde aus Kostengründen auf den geplanten Übungsturm, Schranken und weitere Details.