Die Realisierung des neuen Feuerwehrhauses schlägt sich im Etat der Gemeinde Immendingen mit einem größeren Aufwand nieder, als es zunächst erwartet worden war. Nach Abschluss der detaillierten Kostenberechnungen der beteiligten Fachplaner wird das Projekt nun 4,51 Millionen Euro statt 4,36 Millionen Euro kosten, obwohl seitens Gemeinde und Feuerwehr alle noch möglichen Einsparungen vorgenommen wurden. Zumindest soll nun die gestiegene Investitionssumme auch Maßstab für den Förderantrag sein, den man dieses Jahr für das Projekt stellen will.

Eigenanteil von 3,65 Millionen erwartet

Der Gemeinderat genehmigte bei seiner jüngsten Sitzung, dass dieser Förderantrag auf eine Investitionshilfe aus dem so genannten Ausgleichstock beim Regierungspräsidium Freiburg gestellt wird. Rund zehn Prozent Beihilfe aus diesem Fördertopf, also 450.000 Euro Fördergelder, werden erwartet. Hinzu kommen noch 410.000 Euro aus der Feuerwehr-Fachförderung des Landes, so dass für die Gemeinde ein Eigenanteil in Höhe von 3,65 Millionen Euro übrigbleibt.

Die notwendigen Investitionen werden im diesjährigen Haushalt sowie in der mittelfristigen Finanzplanung der Gemeinde eingestellt. Da die Zusatzkosten nicht mehr in diesem Jahr zum Tragen kommen, blieb der Etat 2021, wie ihn der Gemeinderat im Dezember verabschiedet hatte (wir berichteten), ohne weitere Änderung.

Unterdeckung von 916.600 Euro

Kämmerer Patrik Müller gab dazu die entsprechenden Erläuterungen. Der sogenannte Ergebnishaushalt sieht Erträge von 15,1 Millionen Euro und Aufwendungen von 16 Millionen Euro vor, was eine veranschlagte Unterdeckung von 916.600 Euro erbringt. Im zweiten Teil des Haushalts, dem Finanzetat, sind die Investitionen enthalten, die 7,8 Millionen Euro betragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Gemeinderat verabschiedete den neuen Haushalt einstimmig mit einem Formalbeschluss. Wie Bürgermeister Manuel Stärk erklärte, werden die Details zu den Kostensteigerungen beim Feuerwehrhaus in der Februar-Sitzung erläutert, wenn dem Gremium die finale Planung vorgestellt wird. Leider sei unter anderem der geplante 13 Meter hohe Übungsturm neben dem Gebäude Opfer der Einsparungen geworden.