Für ihr Trinkwasser und die Entsorgung von Abwasser müssen die Immendinger Haushalte ab nächstem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Aufgrund des hohen Investitionsaufkommens in beiden Bereichen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, nach mehrmaliger Senkung beider Gebührensätze in den zurückliegenden Jahren nun die Beträge erstmals wieder für die Dauer von zwei Jahren anzuheben.

Kubikmeter Wasser kostet 35 Cent mehr

Beim Frischwasser sind laut Informationen von Kämmerer Patrik Müller die Gebühren für die Jahre 2021 und 2022 neu kalkuliert worden. Die neu ermittelten Sätze für die Verbrauchsgebühr liegen demnach bei 2,31 Euro je Kubikmeter Trinkwasser. In den vergangenen beiden Jahren hatte ein Gebührensatz von 1,96 Euro gegolten. Die Anhebung um 35 Cent betrifft nur die Verbrauchsgebühr, die Grundgebühr bleibt unverändert. Der Hauptgrund für die Erhöhung ist die Neukonzeption der Wasseraufbereitung in der Region.

Bekanntlich baut der Wasserzweckverband „Unteres Aitrachtal„ in Aulfingen eine Entkalkungsanlage, durch die der Härtegrad des Trinkwassers um rund die Hälfte gesenkt wird. Die Gemeinde Immendingen beteiligt sich mit rund 2,29 Millionen Euro (Zuschuss 1,6 Millionen Euro) an den Gesamtinvestitionen, die für das Wasserwerk des Zweckverbands entstehen.

Teure Erweiterung der Kläranlage

Angehoben werden außerdem die Gebühren im Abwasserbereich, die 2019 letztmals geändert wurden. Die neuen Gebührensätze betragen für 2021 und 2022 2,57 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser (derzeit 2,24 Euro) sowie 0,41 Euro je Kubikmeter (derzeit 0,36 Euro) beim Niederschlagswasser.

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In diesem Fall sind die Ausgaben für die Erweiterung der Immendinger Verbandskläranlage um eine dritte und vierte Reinigungsstufe die Ursache für die Gebührenerhöhung. Für das Projekt, das im Frühjahr fertiggestellt werden soll, investiert der Gemeindeverwaltungsverband Immendingen/Geisingen 4,5 Millionen Euro – abzüglich eines Zuschusses des Landes Baden-Württemberg von 3,4 Millionen Euro.