Bürgermeister, Gemeinderäte, Pfarrer, Gemeindemusiker, Sänger, Feuerwehr, Schüler und früher auch die Bundeswehr erinnerten sonst am dritten Sonntag im November bei einer Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Friedhof an die Toten der Weltkriege und die Opfer von Gewaltherrschaft.

In diesem Jahr lässt die Coronalage dieses gemeinsame Gedenken am Volkstrauertag (15. November), das auch stets in den Ortsteilen abgehalten wird, jedoch nicht zu. Bürgermeister Manuel Stärk will aber trotzdem an den traditionellen Kranzniederlegungen festhalten – in diesem Fall in aller Stille.

Kranzniederlegungen wird es aber geben

„In diesem vom Kampf gegen die Pandemie geprägten Jahr können wir die Feiern leider nicht in der gewohnten Form abhalten“, so Stärk. Die Gemeinde Immendingen verzichte, wie die meisten anderen Kommunen, auf die sonst zum Volkstrauertag üblichen öffentlichen Gedenkfeiern.

Das könnte Sie auch interessieren

„Zu diesem schmerzlichen Schritt haben wir uns aufgrund unserer besonderen Verantwortung gegenüber unseren Mitbürgern und unserer Vorbildfunktion entschieden“, betont der Bürgermeister. Aktuell komme es mehr denn je darauf an, gemeinsam alles dafür zu tun, die Zahl der Neuinfektionen so gering wie möglich zu halten, um die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems nicht zu gefährden.

Gedenken auch an die Opfer aktueller Kriege und aktuellen Terrors

Stärk hebt hervor: „Wir werden an diesem Sonntag in aller Stille die Kränze als Zeichen der Trauer um die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege an den Gedenkstätten niederlegen.“

Auch an die Opfer von aktuellen Kriegen, Terror, Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung erinnert der 38-jährige neue Rathauschef. Stärk appelliert, am Sonntag auch ohne öffentliche Feier das Gedenken zu bewahren.

Auch Vereine und Schüler sind sonst stets dabei

In Immendingen hat die Zeremonie zum Volkstrauertag am Ehrenmal besonderen Stellenwert, nicht zuletzt, nachdem die Gemeinde über 50 Jahre lang auch Garnisonsstandort war. Die Abordnungen der Bundeswehr waren ein fester Bestandteil der Feierlichkeiten, ehe das letzte Bataillon den Standort verließ. Vereine, Kirchenvertreter und Schüler leisten normalerweise ebenfalls Beiträge zu der Feier.