In einem Schreiben an über 80-Jährige hat Immendingens Bürgermeister Manuel Stärk Unterstützung durch die Gemeinde zugesagt, wenn die Senioren Hilfe bei der Vereinbarung eines Impftermins gegen Covid-19 benötigen. Auf Wunsch der Älteren startet der Bürgerservice der Verwaltung den Versuch, die Anmeldung über eine Servicetelefonnummer anzubieten. Dabei genießt die Gemeinde aber keinen Sonderstatus gegenüber anderen und kann angesichts des mangelnden Impfstoffs auch keine schnelleren Impftermine bekommen.

Zwei Mitarbeiter abgestellt

Stärk informierte den Gemeinderat bei seiner Sitzung über den Brief, den die Gemeindeverwaltung an die Senioren versandt hat. Unter anderem schreibt er darin: „Die Terminvereinbarung erfolgt auf zwei Wegen über den Bund und das Land Baden-Württemberg: einmal per Telefon des Patientenservice unter der 116 117, oder im Internet über die zentrale Anmeldeplattform www.impfterminservice.de.“ Dabei sei allerdings ein Internetzugang und eine eigene E-Mail-Adresse zwingend notwendig. Eine Terminvergabe über den Hausarzt ist nicht möglich.

Manuel Stärk zu über 80-Jährige: „Stellen Sie sich bitte darauf ein, dass es einige Zeit dauern wird, bis Sie geimpft werden können.“
Manuel Stärk zu über 80-Jährige: „Stellen Sie sich bitte darauf ein, dass es einige Zeit dauern wird, bis Sie geimpft werden können.“ | Bild: Jutta Freudig

Über 80-Jährige, die keinen Internetanschluss und keine Hilfe durch Familienangehörige haben, können sich an den Bürgerservice wenden. Zuständig ist Armend Mamusha, erreichbar unter Telefonnummer (0 74 62) 2 42 28, oder Sandra Jessen unter (0 74 62) 2 42 27. Der Bürgermeister weist die Senioren in seinem Brief aber auf den derzeitigen Mangel an Impfstoff hin: „Stellen Sie sich bitte darauf ein, dass es einige Zeit dauern wird, bis Sie geimpft werden können.“

Wegen der noch niedrigen Anzahl bereitstehender Impfdosen ist das Tuttlinger Kreisimpfzentrum derzeit nicht ausgelastet.
Wegen der noch niedrigen Anzahl bereitstehender Impfdosen ist das Tuttlinger Kreisimpfzentrum derzeit nicht ausgelastet. | Bild: Jutta Freudig

Laut Aussagen von Stärk hat es auf das Schreiben schon erste Reaktionen gegeben. Jedoch waren die Impftermine im Tuttlinger Kreisimpfzentrum für die ersten drei Wochen und den entsprechenden Folgeterminen für die zweite Impfung schon am ersten Anmeldetag nach einer halben Stunde vergeben. Grund dafür ist der Mangel an Impfstoff. Trotzdem sollen weiter drei Impftage pro Woche vergeben werden: Immer mittwochs, freitags und samstags soll das Impfen möglich sein. Die Hoffnung auf baldige Lieferungen mit mehr Impfstoff besteht weiterhin.