Die zweite Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Immendingen soll 2022 ein neues Fahrzeug bekommen: Der Gemeinderat stimmte am Montag der Beschaffung des Löschfahrzeugs „LF 20 Katastrophenschutz“ für 426.719 Euro zu. Wegen seiner Ausrüstung ist das Fahrzeug vor allem für Einsätze in flussnahen und waldreichen Gemeinden geeignet. Gleichzeitig stellt sich die Feuerwehr damit besser auf Einsätze bei Waldbränden oder Unwettern ein, die wegen des Klimawandels zunehmen.

Altes Fahrzeug seit 30 Jahren im Dienst

Nach über 30 Jahren weise das alte Löschfahrzeug LF 16-TS nicht nur altersbedingte Mängel auf, sondern entspreche mit seiner Beladung auch nicht mehr den heutigen Anforderungen, betonte der stellvertretende Hauptamtsleiter Erwin Brunner in der Ratssitzung.

Die Feuerwehr Immendingen verfügt derzeit über zwei Löschgruppenfahrzeuge für jeweils neun Mann. Während das aus dem Jahr 2000 stammende, erstausrückende Wehrauto aufgrund seiner Beladung für alle Einsatzzwecke vom Gebäudebrand bis zum Verkehrsunfall geeignet ist, kann das zweite entweder eigenständig agieren oder bei Bedarf das erste Fahrzeug zum Beispiel mit Löschwasser aus einem offenen Gewässer versorgen.

Wasserversorgung über längere Strecken

Das geht künftig auch über längere Strecken, denn zum neuen Wehrfahrzeug gehören neben der eingebauten Pumpe auch eine zweite mobile Tragkraftspritze und 800 Meter Schlauchleitung. Das neue „LF 20 KatS“ verfügt außerdem über einen 1000-Liter-Löschwassertank. Mit der eingebauten, auch bei langsamer Fahrt nutzbaren Pumpe, kann die Feuerwehr künftig Waldbrände besser bekämpfen.

Die Ausstattung mit einem Wassersauger ist bei Unwetter- und Hochwassereinsätzen von großem Nutzen. Zur neuen Ausrüstung zählen außerdem unter anderem ein elektrisch betriebener Drucklüfter, der beim Minimieren der Gefahren durch Rauchgas hilft, ein pneumatischer Lichtmast für nächtliche Einsätze, eine Entnahmehilfe für die auf dem Dach befindliche Leiter und eine Klappe am Pumpenbedienstand im Fahrzeugheck, die bei längeren Einsätzen dem Maschinisten Wetterschutz bietet.

Rat erwartet Zuschuss von 138.000 Euro

Beim neuen Fahrzeug gehe man wie beim alten von einer Lebensdauer bis zu rund 30 Jahren aus, betonte Brunner. Bürgermeister Manuel Stärk hob hervor, dass von den Gesamtkosten noch ein Zuschuss von 138.000 Euro abgehe. Bedingt durch die Preisentwicklung der vergangenen beiden Jahre habe das Ausschreibungsergebnis mit 435.499 Euro über den 400.000 Euro gelegen, die im Haushaltsplan vorgesehen sind.

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In Abstimmung mit der Feuerwehr wurde dieser Betrag noch einmal um 8000 Euro minimiert, um letztlich noch einen Preis zu erreichen, der knapp sieben Prozent Kostenüberschreitung bedeutet. „In diesem Löschfahrzeug ist nun das drin, was die Feuerwehr für unsere Gegebenheiten braucht“, so Stärk.

Vergleichsvorführungen im Februar

Gemeinsam mit der Feuerwehr hatten auch Vertreter des Gemeinderats im Februar an Vergleichsvorführungen von Fahrzeugen und Aufbauten teilgenommen. Das Gremium stimmte einhellig für den Kauf des Löschfahrzeugs mit dem Fahrgestell der Daimler Truck AG (105.196 Euro), dem Aufbau der Firma Wiss (238.002 Euro) und der feuerwehrtechnischen Beladung der Firma Wilhelm Barth (83.520 Euro).