Die Gemeinde Immendingen will die Jugendarbeit im Bereich der Blasmusik künftig auf eine breitere Basis stellen und stärker ideell und finanziell fördern. Ergänzend zur bereits an der Schlossschule bestehenden Bläserklasse soll es gemeindeweit eine Jugendkapelle und in ihrer Vorstufe ein Vororchester geben. Für die Jugendkapelle engagiert die Gemeinde mit Dirigentin Astrid Heider eine professionelle Leiterin, die schon mit den Kindern der Bläserklasse gearbeitet hat.

Hattinger Musikverein macht mit

Bei dem gemeinsamen Projekt wirkt neben der Immendinger Gemeindemusikkapelle auch der Hattinger Musikverein mit. Die Kapelle in Zimmern bleibt dagegen bei der Zusammenarbeit mit der Geisinger Bläserschule.

Bereits seit die Gemeinde Immendingen 2018 ihre direkte Bindung an die Jugendmusikschule Tuttlingen gelöst hat, wurden neue Regelungen für die Förderung des Musiknachwuchses in Kernort und Ortsteilen getroffen. An der Schlossschule entstand in Kooperation mit der Gemeinde die neue Bläserklasse.

Wollten Eltern, dass ihr Kind Einzelunterricht bei Fachlehrern für ein gewünschtes Instrument erhält, so gab es eine Förderung von monatlich zwölf Euro je Schüler. Dieser Beitrag zugunsten der Ausbildung des allgemeinen Musiknachwuchses bleibt auch weiterhin bestehen.

Dreistufiges Ausbildungsmodell

Die drei Musikvereine im Gemeindegebiet ergänzten zuletzt durch eigene Jugendarbeit die ersten, in der Bläserklasse vermittelten Grundkenntnisse. In Immendingen leitete Dirigent Tobias Störk die neue Jugendkapelle, in Hattingen war Ralf Heinemann für die Jugendausbildung zuständig und der Musikverein Zimmern arbeitete mit der Bläserschule Geisingen zusammen.

Auf Anregung von Gemeinderat und Musiker Heimrad Buhl und mit Zustimmung durch den Gemeinderat will man nun wieder ein mehr gemeindeübergreifendes, dreistufiges Ausbildungsmodell einführen, das es bereits in den 90er-Jahren gab und das allen Interessenten aus Immendingen und den Teilorten offensteht: Geschaffen werden soll ein Vororchester, das Tobias Störk leitet. Für weiter fortgeschrittene Jugendliche bildet man eine Jugendkapelle.

Deren Leiterin wird künftig die Musiklehrerin Astrid Heider sein. Sie verfügt über ein Studium der Querflöte und ein Orchesterdiplom und ist in die Ausbildung der Bläserklasse an der Schlossschule involviert. Für die wöchentlichen Proben und ein oder zwei Auftritte der neu formierten Jugendkapelle im Jahr erhält sie monatlich 300 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie Heimrad Buhl aus seinen Gesprächen zu der Thematik informierte, sei der Musikverein Hattingen bereit, den Nachwuchs aus den eigenen Reihen in die neue Kapelle zu integrieren. „Die Hattinger sind gewillt, ihre Kinder nach Immendingen zu schicken,“ sagte er. Anders als bei dem früheren Modell werden die Jugendlichen des Musikvereins Zimmern nicht Teil des neuen Jugendorchesters sein. Dort hat sich über Jahre hinweg eine gute Beziehung zur Bläserschule Geisingen aufgebaut, die erhalten werden soll.

Schaffen die Jungmusiker der Jugendkapelle das bronzene Leistungsabzeichen und sind von der musikalischen und persönlichen Reife dafür geeignet, werden sie in die Stammorchester aufgenommen. Auch Bürgermeister Manuel Stärk freut sich über die Pläne: „Ich bin überzeugt, dass dies eine gute Entscheidung ist, die die Zukunft der Blasmusik in der Gemeinde sichert.“