Zum landesweiten Tag der Imkerei präsentierte Peter Glökler, Vorsitzender des Bezirksimkervereins, eine Ausstellung über die Wunderwelt der Bienen .In Ergänzung der Schautafeln als festem Bestandteil des Lehrpfades gab es eine Fülle von zusätzlichen Informationen auch in Form von Flyern über das Leben der Honigbienen. Thematisiert wurde auch Wissenswertes zu den Wildbienen, die ebenfalls wichtiger Bestandteil des Ökosystems sind.

Zum Ausdruck kam insbesondere, dass die nützlichen Insekten neben der wertvollen Honiggewinnung als emsige Bestäuber eine bedeutende Aufgabe wahrnehmen. Der Imker aus Leidenschaft beantwortete auch die Fragen der Besucher und gab interessante Tipps – so zum Beispiel, was bei der Herstellung eines Insektenhotels zu beachten ist. Allerdings konnte er in seinen Ausführungen kein gutes Honigjahr ankündigen. „Wenn überhaupt, werden die Imker nur sehr geringe Erträge haben. Die Kälte im April und Mai bedeuteten für die Bienen zur Gewinnung von Blütenhonig ein sehr schlechtes Flugwetter. Allenfalls kann es noch etwas Ertrag bei der Lindenblüte geben. Auch beim Waldhonig kann man sich keine Hoffnungen machen“ informierte der Experte.

Eine Blühwiese als Lebensraum für eine ganze Anzahl von Insektenarten

Glökler hatte jedoch nicht nur Negatives zu berichten. Vor zwei Jahren hat er sich an dem landesweiten Projekt „Blühende Naturparke“ beteiligt. Im Rahmen der Aktion veranlasste er die Anlegung einer Blühwiese auf einer Fläche im Donau-Uferpark. Heute zeigt sich, dass er damit erfolgreich Lebensraum für eine ganze Anzahl von Insektenarten geschaffen hat und damit auch dem Insektensterben entgegen wirkt.

Das eingebrachte Saatgut gedeiht gut. Der von einem zertifizierten Lieferanten bezogene gemischte Samen ist dem mageren Untergrund angepasst und so strukturiert, dass in der Vegetationsperiode unterschiedliche Blumen und Kräuter blühen. Man kann beobachten, wie es auf der Fläche vom Frühjahr bis in den Herbst summt und brummt. Nicht nur Honig- und Wildbienen können entdeckt werden, sondern beispielsweise auch Schmetterlinge, Libellen und eine ganze Anzahl von Insektenarten nutzen das Angebot.