Ein Bürgerhaus als zentraler Begegnungsort, Veranstaltungsstätte für das ganze Dorf sowie Treffpunkt für Vereine und Gruppen steht weiter ganz oben auf der Wunschliste des Immendinger Ortsteils Zimmern.

Standort ist bereits gefunden

In den Jahren 2011/12 als Idee zur Förderung aus dem Programm „Leader“ geboren, hat das Projekt in den Folgejahren Fortschritte gemacht. Ein Förderverein für das Bürgerhaus wurde gegründet, die Gemeinde Immendingen schrieb einen Architektenwettbewerb aus, es entstand eine erste Entwurfsplanung.

Auf dem derzeitigen Festplatz zwischen Altort und Neubaugebiet soll das Bürgerhaus entstehen. Das Engagement des von Martin Schilling geleiteten Fördervereins ist ungebrochen.

Corona-Pandemie verzögert Planung

„Es ist schade, dass weitere Planungsmittel in Höhe von 50.000 Euro für unser Bürgerhaus, die im Immendinger Haushaltsplan 2020 eingestellt waren, wegen der Corona-Pandemie geschoben werden mussten“, sagt Martin Schilling zum Stand der Planungsphase. Er hoffe, dass die Gelder möglichst bald wieder im Etat aufgenommen werden.

Die Entscheidung darüber treffe der Gemeinderat bei der Haushaltsplanberatung im Dezember, erklärt Bürgermeister Manuel Stärk. Seitens des Gremiums gab es zuletzt 2017 einen offiziellen weiteren Beschluss, dass die Gesamtgemeinde hinter dem Projekt steht. Damals wollten sich die Räte aber nicht auf eine Art Prioritätenliste festlegen lassen, was die größeren Investitionen angeht. Und dazu zählt das Bürgerhaus Zimmern zweifelsohne.

Kosten in Millionenhöhe

Im Rahmen des Architektenwettbewerbs 2013/14, an dem sich drei Architekturbüros beteiligten, sei man von Bruttokosten in Höhe von geschätzten 1,8 Millionen Euro ausgegangen, so Martin Schilling. Er ist sich darüber im Klaren, dass jene Kostenschätzungen heute nicht mehr zu halten sind. Außerdem wünsche sich die Bevölkerung inzwischen auch Veränderungen an der einstigen Planung – beispielsweise mehr kleinere Räume oder eine größere Küche.

Schilling: „In kleineren Räumen könnten die Mutter-Kind- oder die Yoga-Gruppe und die Alphornbläser unterkommen. Sollten etwas größere Feste gefeiert werden, dürfte die Küche des Bürgerhauses nicht so eng konzipiert sein wie in der Entwurfsplanung.“ Größter Bereich des neuen Begegnungsorts zwischen Adamsgasse und Amtenhauser Bach soll ein Hallenraum für bis zu maximal 200 Personen sein. Derzeit nutzt Zimmern die frühere Hornenbergschule als Treff und Veranstaltungsstätte. Allerdings liegt das alte Schulgebäude nicht zentral.

Förderverein sammelt 20.000 Euro

Der im Juli 2012 gegründete Förderverein für das neue Bürgerhaus setzt sich in zweifacher Hinsicht für dessen Verwirklichung ein: Zum einen wurde in verschiedenen Initiativen Geld für das Projekt angespart, das sich inzwischen laut Vorsitzendem Martin Schilling auf rund 20.000 Euro summiert hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Zum anderen ist der Verein Mittler zwischen Gemeinde und Zimmerer Bevölkerung, die sich schon in der Planungsphase einbringen will, um ein möglichst maßgeschneidertes Gebäude zu erhalten, das alle Bedürfnisse des Ortsteils abdeckt. Den Ideen aus dem Leader-Programm, dem Architektenwettbewerb und dem Planentwurf folgte auch bereits ein Lärmgutachten mit gutem Ergebnis, betont Schilling. Er hofft weiter, das das Projekt Bürgerhaus trotz der schwierigen finanziellen Lage der Gemeinde vorankommt – wenn auch wohl in kleinen Schritten.